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06.02.2014

17:37 Uhr

Proteste in der Ukraine

Putins Berater schlägt scharfe Töne an

Wenn es nach Russland ginge, würde die ukrainische Regierung die Proteste niederschlagen: Ein russischer Berater fordert hartes Durchgreifen. Das EU-Parlament hingegen will die ukrainische Führung sanktionieren.

Regierungskritische Demonstranten in Kiev: Glasjew beschuldigte die US-Regierung, sie lasse der ukrainischen Opposition jede Woche 20 Millionen Dollar zukommen – etwa für Waffen. ap

Regierungskritische Demonstranten in Kiev: Glasjew beschuldigte die US-Regierung, sie lasse der ukrainischen Opposition jede Woche 20 Millionen Dollar zukommen – etwa für Waffen.

KiewRussland verschärft die Tonlage im Ukraine-Konflikt. Ein ranghoher Berater von Präsident Wladimir Putin forderte die Führung in Kiew am Donnerstag auf, den Protest der Opposition niederzuschlagen. In einer Situation, wo sich die Behörden mit einem Putschversuch konfrontiert sähen, bleibe ihnen keine andere Wahl, sagte Putins Ukraine-Beauftragter Sergej Glasjew der Zeitung „Kommersant-Ukraine“. Den USA warf Glasjew vor, ukrainische Oppositionelle zu bewaffnen.

Gegenwärtig erfüllten die ukrainischen Behörden ihre Pflichten zum Schutz des Staates nicht, sagte Glasjew. Stattdessen verhandelten sie mit „Putschisten, als wenn sie gesetzestreue Bürger wären“.

Dem Westen wirft Glasjew vor, den ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch und die reichen Oligarchen des Landes zu erpressen, indem er eine Beschlagnahme ihrer Besitztümer im Ausland androhe sowie den Entzug von Einreisevisa.

Kommentare (2)

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R.Rath

06.02.2014, 17:56 Uhr

Interessanter Vorschlag Russlands, der auf einen neuen Status der Ukraine hinaus läuft, wo die Westukraine und die Ostukraine durchaus verschiedene Wege gehen können.

So könnte eine föderale Ordnung innerhalb der Ukraine dazu führen, diesem Staat eine Brückenfunktion zwischen Russland und der EU zuzuweisen, die im Interesse aller Beteiligten ist.

Dieser Vorschlag deckt auch Merkels Forderung, man dürfe die Ukraine nicht in eine Entweder/Oder Situation zwingen, sich zwischen Russland oder der EU entscheiden zu müssen.

Aragon

06.02.2014, 19:58 Uhr

Die EU und Deutschland haben sich in fremde Länder nicht einzumischen! Es ist ein Skandal der deutschen und europäischen Großkotzigkeit. Die Ukrainer haben diese Regierung mit demokratischer Mehrheit gewählt. Das ist und bleibt Fakt. Sonst könnten wir die Merkel-Regierung auch wegjagen.

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