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06.10.2014

07:19 Uhr

Proteste in Hongkong

Demonstraten beenden die Blockade

Nach intensiven Protesten am Wochenende haben sich die Demonstranten in Hongkong auf Druck der Regierung etwas zurückgezogen. Regierungschef Leung hatte ein Ultimatum gesetzt. Nur noch wenige Demonstranten harren aus.

Proteste in Hongkong

Demonstranten öffnen Straßenbarrikaden

Proteste in Hongkong: Demonstranten öffnen Straßenbarrikaden

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HongkongNach dem Einlenken der Studenten in Hongkong und der Aufhebung eines Teils ihrer Barrikaden ist am Montag wieder etwas Normalität in die asiatische Finanz- und Wirtschaftsmetropole eingekehrt. Die schwerste politische Krise seit der Rückgabe der damaligen britischen Kronkolonie 1997 an China ist damit aber nicht gelöst. Weiter campierten Hunderte Demonstranten am Morgen nahe dem Regierungssitz und an zwei anderen Protestorten auf den Straßen.

Ungehindert konnten Regierungsbeamte allerdings zur Arbeit gehen, während auch Mittelschulen nach Angaben lokaler Medien in betroffenen Gebieten öffnen konnten. Grundschulen und Kindergärten blieben noch geschlossen. Mit ihrem Entgegenkommen wollten die Studenten eine offene Konfrontation vermeiden. Doch wollen sie die Demonstrationen für mehr Demokratie in Chinas Sonderverwaltungsregion fortsetzen.

Regierungschef Leung Chun-ying hatte bis Montagfrüh ultimativ ein Ende zumindest eines Teils der Blockaden gefordert, damit 3000 Regierungsbeamte ihre Arbeit wieder aufnehmen kann und Kinder zur Schule gehen könnten. Leung hatte vor einer Eskalation gewarnt und die Entschlossenheit bekräftigt, „alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die soziale Ordnung wiederherzustellen“.

Die seit mehr als einer Woche anhaltenden Proteste hatten sich an Beschlüssen des Pekinger Volkskongresses entzündet. 2017 soll demnach zwar erstmals eine direkte Wahl in Hongkong erlaubt sein. Eine freie Nominierung der Kandidaten wird aber verweigert. Seit dem Souveränitätswechsel 1997 genießt Hongkong nach dem Grundsatz „ein Land, zwei Systeme“ ein „ein hohes Maß an Autonomie“ sowie Presse- und Versammlungsfreiheit. Die Hongkonger wollen jetzt auch das Versprechen erfüllt sehen, frei wählen zu können.

Kommentare (1)

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Sergio Puntila

06.10.2014, 08:29 Uhr

Der Versuch, die heutigen Ereignisse in HongKong mit dem Tian’anmen damals in Verbindung zu bringen, oder ihn damit verbinden zu wollen wird so, wie sie implementiert wurden, nicht funktionieren.

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