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20.05.2011

19:00 Uhr

Proteste in Syrien

Sicherheitskräfte töten 23 Demonstranten

Bei erneuten Protesten gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad sind am Freitag in Syrien durch Sicherheitskräfte 23 Demonstranten getötet worden. Das Militär fuhr zudem in vielen Städten Panzer auf.

Panzer sollten die erneut aufflammenden Proteste bereits im Keim ersticken. Quelle: Reuters

Panzer sollten die erneut aufflammenden Proteste bereits im Keim ersticken.

Damaskus/KairoDie Sicherheitskräfte des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad sind am Freitag mit scharfer Munition und Tränengas gegen neue Pro-Demokratie-Proteste vorgegangen. Mindestens 23 Demonstranten wurden getötet, berichteten syrische Oppositionsaktivisten. In der Stadt Homs im Westen eröffneten die Sicherheitskräfte das Feuer auf die Menschen, als sie am Freitag nach dem Mittagsgebet aus der Moschee auf die Straße strömten. Elf Demonstranten starben allein bei diesem Blutbad.

In den Orten Daraja und Barsa nahe Damaskus wurden insgesamt sechs Demonstranten getötet, in der nordwestlichen Stadt Maarat al-Numan vier, in der Nähe von Daraa im Süden zwei. In vielen Städten hatte das Regime Panzer auffahren lassen, um die Proteste zu ersticken. Diese lodern meist am Freitag, dem islamischen Wochenfeiertag, auf.

Große Menschenmengen demonstrierten auch in der Mittelmeer-Stadt Banias und in Kamischli im nordöstlichen Kurden-Gebiet. Häufig riefen die Protestanten: „Baschar, tritt ab und lass uns leben!“. An den Rändern von Damaskus wurden zahlreiche Sicherheitskräfte zusammengezogen, um Kundgebungen mit Gewalt zu verhindern, hieß es von den Aktivisten.

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