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29.01.2015

11:23 Uhr

Provokation über der Nordsee

Russische Kampfbomber nähern sich Nato-Grenze

Seit Ausbruch des Ukraine-Konflikts nähern sich immer wieder russische Militärmaschinen den Nato-Staaten – dreimal so häufig wie zuvor. Jetzt flogen Kampfbomber über den Ärmelkanal. Großbritannien reagierte prompt.

Britische Eurofighter begleiteten die Bomber. Großbritanniens Luftraum verletzten die russischen Militärflugzeuge nicht. dpa

Russische Langstreckenbomber vom Typ Tupolew Tu-95

Britische Eurofighter begleiteten die Bomber. Großbritanniens Luftraum verletzten die russischen Militärflugzeuge nicht.

LondonRussische Langstreckenbomber haben sich nach britischen Angaben dem Luftraum des Königreichs genähert. Daraufhin seien von zwei Stützpunkten Eurofighter-Kampfflugzeuge aufgestiegen, teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag in London mit.

Die russischen Bomber vom Typ Tu-95 seien über dem Ärmelkanal entdeckt und solange von den britischen Jägern begleitet worden, bis sie das Gebiet verlassen hätten. Den britischen Luftraum hätten die russischen Bomber zu keinem Zeitpunkt verletzt.

Im vergangenen Jahr waren Nato-Kampfflugzeuge mehr als 100 Mal wegen russischer Militärmaschinen in der Nähe von Staaten der westlichen Allianz aufgestiegen. Das sind rund dreimal so viele Einsätze wie 2013. Die russischen Flugzeuge halten sich immer im internationalen Luftraum auf.

Die Flüge in der Nähe der Nato-Grenzen werden vom Westen aber als Provokation gewertet. Oft dienen sie dazu, die Reaktion der Luftverteidigung zu testen. Seit dem Ausbruch der Ukrainekrise vor rund einem Jahr haben sie deutlich zugenommen.

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Von

rtr

Kommentare (14)

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Herr John Smidt

29.01.2015, 11:46 Uhr

Was allerdings in keinem Artikel beschrieben wird, wie oft die NATO Flugzeugesich im letzten Jahr dem russischer Luftraum genähert hatten. Nach meinen Recherchen waren es über 500 mal, inkl. Atom U-Boote in der Barentssee und ständige Präsenz im Schwarzenmeer. Wir sollten diese Informationen in Ruhe passieren lassen. Es sind internationaler Luftraum/ Gewässer. Grenzen wurden nicht verletzt.

Herr Joly Joker

29.01.2015, 12:05 Uhr

Wir könnten natürlich auch mit B52 Bomber mal die ukrainische Ostgrenze langfliegen. Natürlich nur auf Wunsch der Ukraine. Wenn dann die Separatisten schießen, wären wir berechtigt Maßnahmen der Selbstverteidigung zu ergreifen. Die russischen Touristen mit ihren Panzern hätten dann ein Problem. Die NATO aber auch. Aber Putin müsste mal Kante zeigen - direkt und ohne Versteckspiel hinter dubiosen Seperatisten und verirrten russischen Soldaten

Herr Wolfgang Müller

29.01.2015, 12:09 Uhr

Klickt mal auf das Bild, um es vollständig anzuzeigen: Schenkelklopfer! Diese TU-95 fliegen über den Roten Platz in Moskau. Die Bildunterschrift "Großbritanniens Luftraum verletzten die russischen Militätflugzeuge nicht" ist demnach korrekt. Aber vielleicht erfährt der Luftraum ja noch einen Osterweiterung.

Die Bildstelle der Propaganda-Abteiliung ist wohl mit dem neuen Online-Layout noch vollauf beschäftigt. Und kommt nun nicht mit Archivbild. Der kleine Ausschnitt wurde ja auch gezielt ohne die goldenen Zwiebeltürme gewählt und für die irreführende Bildunterschrift blieb auch genug Zeit.

Wer so etwas macht ist Handlanger der Aggression gegen Russland. Falls das Ganze weiter eskaliert, können Sie sich für Ihren Beitrag auf die Schulter klopfen ... und den Fallout von der Schulter.

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