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08.08.2011

11:19 Uhr

Prozess fortgesetzt

Julia Timoschenko bleibt in Haft

Die Ex-Regierungschefin der Ukraine, Julia Timoschenko, bleibt in Untersuchungshaft. Der Führungsfigur der Orangenen Revolution droht in einem umstrittenen Prozess eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren.

Die ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko vor Gericht. Quelle: dpa

Die ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko vor Gericht.

KiewIn dem umstrittenen Prozess gegen die ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko hat das Gericht in Kiew eine Aufhebung der Untersuchungshaft abgelehnt. Für den von der Verteidigung beantragten Schritt gebe es keinen Grund, entschied Richter Rodion Kirejew. Das berichteten Medien in Kiew am Montag aus dem Gerichtssaal.

Kirejew hatte die Haft am Freitag nach wiederholten Störungsversuchen der Oppositionsführerin angeordnet. Die Entscheidung gegen die Galionsfigur der pro-westlichen Orangenen Revolution von 2004 stößt international auf Kritik. Dagegen sagte die Staatsanwaltschaft, an den Gründen für die Haft habe sich nichts geändert.

Der Prozess gegen die 50-Jährige war unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen fortgesetzt worden. Timoschenko drohen bis zu zehn Jahre Haft. Laut Anklage soll die Ukraine während ihrer Amtszeit durch ein Gasgeschäft mit Moskau Hunderte Millionen Euro verloren haben. Die Ex-Ministerpräsidentin widerspricht dem und wirft der Regierung eine „Hetzjagd“ vor. Es gehe darum, Gegner von Staatschef Viktor Janukowitsch politisch kaltzustellen.

Von

dpa

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