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08.04.2015

13:32 Uhr

Prozess in der Türkei

Staatsanwalt fordert Freispruch für niederländische Journalistin

Wegen „Terror-Propaganda“ für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK steht die niederländische Journalistin Frederike Geerdink in der Türkei vor Gericht. Der Staatsanwalt fordert jetzt Freispruch.

Die niederländische Journalistin Frederike Geerdink, soll nach Willen der türkischen Staatsanwaltschaft vom Vorwurf der „Terror-Propaganda“ freigesprochen werden. dpa

Prozess in Diyarbakir

Die niederländische Journalistin Frederike Geerdink, soll nach Willen der türkischen Staatsanwaltschaft vom Vorwurf der „Terror-Propaganda“ freigesprochen werden.

DiyarbakirIm Prozess gegen die niederländische Journalistin Frederike Geerdink wegen angeblicher Terror-Propaganda in der Türkei hat der Staatsanwalt für einen Freispruch plädiert. Das schrieb die Journalistin am ersten Verhandlungstag in der südosttürkischen Kurdenmetropole Diyarbakir am Mittwoch bei Twitter. Das Urteil soll Geerdink zufolge am Montag verkündet werden.

Geerdink wird Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vorgeworfen. Sie weist die Vorwürfe zurück und betont, sie berichte unparteiisch. Bei einer Verurteilung drohen der Journalistin bis zu fünf Jahre Haft.

Der Vorsitzende Richter sei nicht bei der Verhandlung gewesen und der anwesende Richter nicht befugt, „mich freizusprechen“, twitterte Geerdink nach dem Ende der Verhandlung. Geerdinks Anwalt Ramazan Demir zeigte sich optimistisch. Es spreche nichts dagegen, dass es schon am Montag zu einem Freispruch kommt, sagte er am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Demir zufolge hat seine Mandantin niemanden dazu ermutigt, sich der PKK anzuschließen. Sie habe lediglich offen über den Konflikt berichtet. Im Januar hatte eine Anti-Terror-Einheit Geerdinks Haus durchsucht und sie wegen des Vorwurfs der Terror-Propaganda verhört. Geerdink ist nach eigenen Angaben die einzige ausländische Journalistin in Diyarbakir.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Frau Carmen Fischer

08.04.2015, 14:29 Uhr

In der Ukraine sind letztes Jahr 6 Journalisten erschossen worden, einige europäische Journalisten sitzen wegen Propagandaanschuldigungen oder Unterstützung des Terrorismus im Knast.
Viele sind ausgewiesen worden.
Davon steht aber nichts in der Zeitung, immerhin will die Ukraine ja in die EU, da sollte die Presse doch etwas kritischer hinschauen wenn unsere Regierung schon 1000 Mio dorthin geschickt hat.
Ich will hier die Türkei nicht schönreden, aber was zur Zeit menschenrechtlich in der Ukraine abgeht sollte dringend auch geschrieben werden.

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