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15.07.2012

17:02 Uhr

PSA Peugeot-Citroen

Frankreichs Finanzminister will Stellen retten

Nachdem schon Präsident Hollande den Kürzungsplan von PSA Peugeot-Citroen kritisierte, schließt Frankreichs Finanzminister Pierre Moscovici sich an und fordert Nachverhandlungen. Der Staat könne gewisse „Hebel“ anwenden.

Der französischen Finanzministers Pierre Moscovici. AFP

Der französischen Finanzministers Pierre Moscovici.

ParisDer im Kürzungsplan von PSA Peugeot-Citroen vorgesehene Abbau tausender Arbeitsplätze geht nach Auffassung des französischen Finanzministers Pierre Moscovici zu weit. Ziel der Regierung sei eine Reduzierung der Stellenstreichungen, sagte er am Sonntag in einem Interview mit den Sendern Europe-1 und iTele sowie der Zeitung "Le Parisien." So könne der Staat in Verhandlungen gewisse "Hebel" anwenden. Ins Detail ging Moscovici allerdings nicht.

Zuvor bezeichnete auch schon Staatspräsident François Hollande den Kürzungsplan von Peugeot als inakzeptabel und forderte eine Neuverhandlung. Trotz der Flaute in der Staatskasse will Hollande mit öffentlichen Anreizen den Verkauf heimischer Autos ankurbeln. Dies sei Teil eines Rettungsplans der Regierung für die gebeutelten Hersteller des Landes, sagte der Sozialist am Samstag in seinem ersten Fernsehinterview aus Anlass des Nationalfeiertags. Zugleich übte Hollande scharfe Kritik an den Plänen Peugeots, 8000 weitere Stellen zu streichen und ein Werk zu schließen.

Die Kunden sollten dazu gebracht werden, in Frankreich gefertigte und sparsamere Autos zu kaufen, kündigte der Präsident, der sich auch im Parlament auf eine breite Mehrheit stützten kann. Die französische Autoindustrie sei führend in der Herstellung von Fahrzeugen mit umweltfreundlicherer und Hybrid-Technologie. "Wir sollten sicherstellen, dass solche Fahrzeuge einen Startvorteil haben." Deshalb will Hollande Kredite zur Verfügung stellen und die Forschung vorantreiben. Zudem sollen staatliche Einrichtungen sowie Kommunen und Gemeinden die Autos verstärkt kaufen. Den genauen Plan soll Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault am 25. Juli vorlegen.

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Von einer Abwrackprämie wie unter seinem Vorgänger Nicolas Sarkozy will Hollande dagegen absehen. Sie koste den Steuerzahler zuviel und sei zudem oft für den Kauf ausländischer Neuwagen eingesetzt worden. Hollande hat die Präsidentenwahl unter anderem mit dem Versprechen gewonnen, die hohe Arbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen und den industriellen Niedergang des Landes zu stoppen.

Kommentare (3)

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Tabu

15.07.2012, 18:33 Uhr

Hollande:Der Staat wird nicht untätig zusehen,
wenn 8000 Stellen gestrichen werden.
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Da hätte er mal den Rössler hören sollen,der den
11.000 Schleckerfrauen überwiegend Mütter die Tür zum Jobcenter wies,mit dem Hinweis auf Anschlußverwertbarkeit.
Müll sortieren klingt ähnlich..



vandale

15.07.2012, 21:02 Uhr

aufgrund des EU Rechts und GATT wird es kaum möglich sein, dass Frankreich Hilfen für Neuwagen auf in Frankreich gefertigte Fahrzeuge begrenzt, s. Abwrackprämie Deutschland.
Vielleicht bekommt Frankreich Geld aus dem "€ Rettungsfond" für diese Massnahme. Fr. Merkel kommen die Deutschen Steuergelder aus den Ohren.

Vandale

Hagbard_Celine

16.07.2012, 11:11 Uhr

Oh, Herr Holland möchte in Frankreichs Wirtschaft stellen retten, das ist sehr gut.

Das beste was er dafür tun kann ist zurück zu treten.

Seinen Bonaparte Sozialismus braucht Frankreich und Europa wie ein Loch im Kopf.

Und jemand mit einen Ego der Grösse des Eiffel Turms wird die Euro Krise nur verschlimmern.

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