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19.12.2014

19:44 Uhr

Putin-Gegner

Zehn Jahre Haft für Nawalny gefordert

Die Moskauer Staatsanwaltschaft fordert im Prozess gegen den Dissidenten und Putin-Gegner Alexej Nawalni eine Haftstrafe von zehn Jahren. Ihm und seinem Bruder Oleg werden Untreue und Diebstahl vorgeworfen.

In dem aktuellen Prozess werden Nawalni und seinem Bruder Oleg Untreue und Diebstahl vorgeworfen. dpa

In dem aktuellen Prozess werden Nawalni und seinem Bruder Oleg Untreue und Diebstahl vorgeworfen.

MoskauDem seit 2013 unter Hausarrest stehenden Kremlgegner Alexej Nawalny drohen in einem neuen umstrittenen Prozess zehn Jahre Straflager. Die Staatsanwaltschaft beantragte am Freitag vor einem Moskauer Gericht dieses Strafmaß unter Anrechnung eines früheren Urteils wegen Veruntreuung. Das Urteil werde am 15. Januar gesprochen, sagte Richterin Jelena Korobtschenko Medien zufolge. Die Verteidigung kritisierte den Prozess als politisch motiviert mit dem Ziel, den prominenten Anti-Korruptionskämpfer mundtot zu machen.

Nawalny, der bereits 2013 wegen Veruntreuung zu fünf Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden war, soll laut Anklage gemeinsam mit seinem Bruder bei einer Firma Geld hinterzogen und über ein Geflecht an Firmen legalisiert haben. Seinem Bruder drohen acht Jahre Haft. Beide wiesen die Vorwürfe vor dem Samoskworezki-Gericht zurück.

„Sie haben zehn Jahre beantragt, der Artikel wegen Verfolgung Unschuldiger sieht auch zehn Jahre vor“, sagte Nawalny. „Wenn Sie denken, dass wir das vergessen - das ist nicht so. Alles bekommt seine Strafe“, meinte Nawalny. Er hatte mehrfach erklärt, bei einer Präsidentenwahl gegen Kremlchef Wladimir Putin antreten zu wollen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Roman Tersano

19.12.2014, 14:16 Uhr

Kapitalverbrecher und Mafiosi werden zu "Dissidenten"

Ist es nicht merkwürdig, dass in deutschen etablierten Medien sämtliche verbrecherische Großindustrielle in Russland, plötzlich zu Dissidenten werden, wenn sie für ihre wenn sie (was in Deutschland schon gar nicht mehr üblich ist) für ihre Verbrechen bestraft werden?!


Beobachter sehen in den Gerichtsverfahren daher einen Versuch Putins, Nawalni mundtot zu machen.

Und wer sind diese mysteriösen, nicht genannten Beobachter? Barack Obama etwa? Oder einer von den neokonservativen Kalten-Kriegern in seiner Partei?

Herr mathias müller

19.12.2014, 14:45 Uhr

Könnte es sogar eine(r) aus FDP sein, der diese Personen sogar mit Privatjets aus RU holt??

Aber diese Russen haben sich mit den "Rockefellers"
verbündet, die die westl. Welt regieren.
Man kennt sich, und gegenseitige Hilfe - na ja NATO

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