Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.02.2015

16:23 Uhr

Putin in Ägypten

Kalaschnikow und AKW für Kairo

Wladimir Putin hatte bei seinem Besuch in Kairo mehr Gastgeschenke im Gepäck als nur eine Kalaschnikow: Russland und Ägypten vereinbarten, gemeinsam ein Atomkraftwerk in dem Land zu bauen. Und das ist nicht alles.

Dieses vom ägyptischen Präsidentenamt veröffentlichte Bild zeigt, wie Staatschef Abdel Fattah al-Sisi eine Kalaschnikow von seinem Gast Wladimir Putin erhält. dpa

Liebesgrüße aus Moskau

Dieses vom ägyptischen Präsidentenamt veröffentlichte Bild zeigt, wie Staatschef Abdel Fattah al-Sisi eine Kalaschnikow von seinem Gast Wladimir Putin erhält.

KairoRussland will das erste Atomkraftwerk in Ägypten bauen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am Dienstag in der ägyptischen Hauptstadt Kairo unterzeichnet. Es gehe um den Bau eines hochmodernen Kraftwerks mit vier Blöcken, von denen jeder eine Leistung von 1200 Megawatt haben werde, sagte der Generaldirektor der Atomenergiebehörde Rosatom, Sergej Kirijenko, der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Russland sei bereit, Ägypten einen Kredit für den Bau zu gewähren.

Zugleich werde die Militärkooperation beider Länder gestärkt, kündigte Staatsoberhaupt Abdel Fattah al-Sisi bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Präsidentenpalast in Kairo an. In den vergangenen Jahrzehnten war Ägypten vor allem mit den USA eng verbündet.

Washington hatte nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch die Armee 2013 seine Militärhilfe für Ägypten (1,3 Milliarden US-Dollar jährlich) eingeschränkt. Seitdem bemüht sich Kairo um Moskau. Auch im Anti-Terrorkampf wollen Russland und Ägypten enger zusammenarbeiten.

Putin macht Pause vom Ukraine-Krieg: Ein bisschen Sonnetanken beim ägyptischen Kollegen

Putin macht Pause vom Ukraine-Krieg

Ein bisschen Sonnetanken beim ägyptischen Kollegen

Kreml-Chef Wladimir Putin gönnt sich eine Auszeit von der Ukraine-Krise und besucht alte Freunde am Nil. Sein demonstrativer Schulterschluss mit Ägyptens Präsident Al-Sisi könnte Folgen für die EU und die USA haben.

Es ist bereits das zweite Treffen der beiden Präsidenten. Im August 2014 hatte Al-Sisi Putin in der Stadt Sotschi besucht. Bei seinem zweitägigen Kairo-Besuch überreichte der russische Staatschef seinem Amtskollegen laut Staatsfernsehsender Russia Today ein symbolhaftes Geschenk: eine Kalaschnikow. Kairo hat großes Interesse an russischem Kriegsgerät wie Luftabwehrsystemen und Panzerabwehrraketen.

Kairo treibt bereits seit den 70er-Jahren ein ziviles Atomprogramm voran, Dabaa galt schon Anfang der 80er-Jahre unter dem damaligen Machthaber Husni Mubarak als möglicher Standort. Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wurden die Pläne jedoch zunächst auf Eis gelegt. In der Region regte sich zudem Widerstand gegen die AKW-Pläne.

Ägypten zählt zu den Unterzeichnern des Atomwaffensperrvertrags. Die Regierung tritt dafür ein, den Nahen Osten zur atomwaffenfreien Zone zu erklären.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Vittorio Queri

10.02.2015, 17:05 Uhr

>> Kalaschnikow und AKW für Kairo >>

Oder was die Russen von ihrer Isolation halten.....:-)

Herr Helmut Paulsen

10.02.2015, 19:26 Uhr

UNGLAUBLICH ! Hass auf Deutsche.

"...Täter sind 14 und 15 Jahre alt - 10. Februar 2015
München: Schwangere überfallen und zusammengeschlagen
In München ist es zu einem brutalen Übergriff auf eine 37jährige schwangere Frau gekommen. Sie wurde von zwei 14 und 15 Jahre alten Tätern „von hinten niedergeschlagen und am Boden liegend getreten“, teilte die Polizei mit. Daß die Täter, wie die Bild-Zeitung berichtet, „Schüler mit Migrationshintergrund“ seien, wollte die Polizei auf Anfrage der JF weder bestätigen noch dementieren. ...

http://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/muenchen-schwangere-ueberfallen-und-zusammengeschlagen/

Warum steht das nirgends in der Presse in Deutschland ? Schämt euch !

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×