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28.03.2013

16:30 Uhr

Putin-Kritiker

Mord im Fall Beresowski nicht ausgeschlossen

Hat Oligarch und Kreml-Kritiker Beresowski sich selber umgebracht – oder hatte doch noch jemand anderes die Hände im Spiel? Die Polizei schließt Mord noch immer nicht endgültig aus.

Boris Beresoswki: Um den Tod des Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin ranken sich zahlreiche Gerüchte. dpa

Boris Beresoswki: Um den Tod des Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin ranken sich zahlreiche Gerüchte.

LondonDie britische Polizei schließt im Fall des tot in London aufgefundenen russischen Oligarchen und Kreml-Kritikers Boris Beresowski einen Mord nicht endgültig aus. Die Beteiligung Dritter „kann nicht vollkommen ausgeschlossen werden, bis weitere Testergebnisse feststehen“, sagte Ermittler Mark Bissell am Donnerstag vor einem Untersuchungsausschuss. Er bestätigte aber, dass die Leiche Merkmale wie bei einem Erhängten aufweise. Beresowski war am Samstag in seinem Anwesen in Ascot tot aufgefunden worden.

Der 67-Jährige habe einen Strang um den Hals gehabt und auf dem Boden seines Badezimmers gelegen, hieß es in der Anhörung. Ein Stück desselben Materials habe an der Dusche über ihm gehangen. Seine Tochter habe Beresowski identifiziert. Erst weitere Untersuchungen könnten Klarheit über den Tod und die Umstände bringen. Diese könnten noch Wochen dauern. Derzeit werde noch Beresowskis Haus durchsucht, erklärte die Polizei. Erneut wurde bestätigt, dass sich am Körper von Beresowski keine Anzeichen von Gewalt oder einem Kampf fanden.

Um den Tod des Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin ranken sich zahlreiche Gerüchte. So hieß es in einige Berichten, Beresowski sei nach einem verlorenen Prozess um eine Milliardenklage gegen den Oligarchen Roman Abramowitsch depressiv geworden. Freunde und Bekannte erklärten, dies sei unmöglich; Beresowski sei eine Kämpfernatur gewesen. Von einer mutmaßlichen Beteiligung des russischen Geheimdienstes ist die Rede. Beresowski war mehrfach Anschlagversuchen entgangen. Er lebte seit dem Jahr 2000 in Großbritannien, wo ihm politisches Asyl gewährt worden war.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Dragona

28.03.2013, 19:21 Uhr

"Mord nicht ausgeschlossen" bedeutet genausowenig wie "Selbstmord nicht ausgeschlossen" zur Zeit gibt es aber wesentlich mehr Indizien die für einen Selbstmord, als für einen Mord sprechen.
Somit betreibt das Handelsblatt mit dem titel reinste Propaganda.
Wird hier ein Mordfall "herbeigewünscht"??
Einfach nur primitiv

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