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15.07.2013

19:54 Uhr

Putin

Snowden überdenkt seine Position

„Es ist sein Leben, sein Schicksal”, sagt Russlands Präsident über die anstehende Entscheidung des amerikanischen Whistleblowers Snowden. Für mehr als ein vorübergehendes Asyl in Russland ist Putin wohl nicht bereit.

Edward Snowden am Moskauer Flughafen mit Aktivisten von Human Rights Watch. ap

Edward Snowden am Moskauer Flughafen mit Aktivisten von Human Rights Watch.

GoglandDer in Russland festsitzende Ex-US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden überdenkt nach den Worten von Russlands Präsident Wladimir Putin seine Position. Snowden tendiere dazu, „politische Aktivitäten” gegen die USA einzustellen, sagte Putin am Montag. Auf die Frage nach Snowdens Zukunft entgegnete der Präsident: „Wie soll ich das wissen? Es ist sein Leben, sein Schicksal.” Russland habe Snowden nicht eingeladen, und das Land sei auch nicht dessen endgültiges Reiseziel. Sobald sich eine Gelegenheit dafür biete, hoffe er auf eine Abreise Snowdens. Putin hatte sich zuvor für vorübergehendes Asyl für Snowden offen gezeigt - unter der Voraussetzung, dass der 30-Jährige den Interessen der USA nicht weiter schadet.

Der IT-Spezialist hat ein gigantisches Spähprogramm des US-Geheimdienstes NSA publik gemacht. Auf der Flucht vor der US-Justiz, die ihn wegen Landesverrats verfolgt, ist Snowden in Moskau gelandet und hält sich seit dem 23. Juni im Transitbereich des Flughafens Scheremetjewo auf. Am Freitag erklärte er dort gegenüber Menschenrechtlern, zumindest vorübergehend Asyl in Russland zu beantragen. Er hat in rund zwanzig Ländern einen Asylantrag gestellt. Venezuela, Bolivien und Nicaragua haben sich bereit erklärt, ihn aufzunehmen. Unklar ist allerdings, wie Snowden dorthin gelangen kann, da es keine Direktflüge von Moskau gibt.

Von

rtr

Kommentare (5)

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kraehendienst

15.07.2013, 20:24 Uhr

" Unklar ist allerdings, wie Snowden dorthin gelangen kann, da es keine Direktflüge von Moskau gibt. " - Die Amerikaner werden ihn über abgebuchte Gratismeilen GRATIS nach Caracas fliegen!

Vicario

15.07.2013, 20:26 Uhr

Zitat : Sobald sich eine Gelegenheit dafür biete, hoffe er auf eine Abreise Snowdens.

- hier muß wohl das Telefonat mit Obama auf den Demagogen Putin eingewirkt haben...?

Was wird er dem denn erzählt haben...?

Wohl daß Snowden so gefährlich ist, dass er die Verstrickungen der US-Geheimdienste in das Attentat am 11.09. offenfahren könnte...?

Und im Gegenzug die Amis dann auch keinen Hehl daraus machen, dass Putins Geheimdienste in die Attentate verstrickt waren, die den Tchetchenen-Anti-Terror-Krieg gerechtfertigt haben ( Häuser- und U-Bahn-Sprengungen in Moskau, Entgleisung von Zügen, Flughafenanschläge, etc. )....?

Jetzt ist Snowden wohl auch für die Russen gefährlich ?

Interessante Entwicklung.............!

Account gelöscht!

15.07.2013, 20:32 Uhr

Man sieht das Dilemma, wenn es ein weltumspannendes "dunkles Imperium" gibt (man denke Krieg der Sterne, die dunkle Seite der Macht :o) ): kein sicheres Asyl - ganz so wie es den politisch Verfolgten und den Juden in den 30er Jahren erging und genau der Fall, wofür das deutsche ASYLrecht geschaffen wurde.

Aber auch Otto-Normal-Protestler gerät schnell in den Fokus von Big Brothers "Horch und Guck" und ihren deutschen Helfershelfern:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/07/15/im-visier-der-nsa-facebook-eintrag-eines-deutschen-ruft-staatsschutz-auf-den-plan/

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