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03.12.2015

13:13 Uhr

Putins Rede an die Nation

„Allah hat die Türkei um den Verstand gebracht“

Kremlchef Putin spricht zu seiner Nation, doch tatsächlich richtet er sich an die ganze Welt: Nach dem Abschuss des russischen Jets droht er der Türkei mit Vergeltung. Thema sind aber auch die Sanktionen gegen sein Land.

Putin droht Erdogan

Putin: „Türkei wird Jet-Abschuss noch bereuen“

Putin droht Erdogan: Putin: „Türkei wird Jet-Abschuss noch bereuen“

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Moskau/IstanbulDer russische Präsident Wladimir Putin hat der türkischen Führung in scharfen Worten erneut die Unterstützung von Terroristen vorgeworfen. „Wir wissen, wer jetzt in der Türkei den Terroristen hilft, sich zu bereichern, indem das gestohlene Erdöl verkauft wird“, sagte Putin am Donnerstag in seiner Rede an die Nation. Das türkische Volk sei fleißig, aber das „Regime“ in Ankara sei „verräterisch“.

Die türkische Führung werde den Abschuss eines russischen Kampfjets noch bedauern. „Wer glaubt, dass es bei Wirtschaftssanktionen bleibt, der irrt sich gewaltig“, so Putin. „Vielleicht weiß nur Allah, warum sie das gemacht haben. Allah beschloss, die regierende Clique in der Türkei zu bestrafen, und hat sie um den Verstand gebracht.“

Das steht alles auf Russlands Sanktionsliste gegen die Türkei

Gefroren

Hausgeflügel und gefrorene Pute, außerdem Teile und Nebenschlachterzeugnisse.

Frisch

Nelken, Weintrauben, Äpfel, Birnen, Aprikosen, Pfirsiche, einschließlich Nektarinen, Pflaumen und Schlehen, Erdbeeren.

Frisch oder gekühlt

Tomaten, Speisezwiebeln und Schalotten, Blumenkohl und Brokkoli, Gurken und Cornichons.

Frisch oder getrocknet

Apfelsinen, Mandarinen (einschließlich Tangerinen und Satsumas); Klementinen, Wilkings und ähnliche Kreuzungen von Zitrusfrüchten.

Und auch das noch...

Salz (einschließlich präpariertes Speisesalz und denaturiertes Salz) und reines Natriumchlorid, auch in wässriger Lösung oder mit Zusatz von Rieselhilfen.

Auch zu den Wirtschaftssanktionen des Westens gegen sein Land äußerte sich Putin bei seiner seiner traditionellen Ansprache vor etwa 1000 Amts- und Würdenträgern im Moskauer Kreml. Es werde eine längere Periode ausländischer Sanktionen und niedriger Rohstoff-Preise sein, sagte Putin. Die wirtschaftliche Situation sei schwierig, aber nicht kritisch.

Allerdings befänden sich einige Industriezweige, darunter die Bau-, Automobil- und Leichtindustrie in einer „Risiko-Zone“. Stattdessen müsse man mit einer Ausweitung der unternehmerischen Freiheiten reagieren. „Wir müssen das Vertrauen zwischen der Staatsmacht und der Wirtschaft stärken und das Geschäftsklima im Land verbessern“, erklärte Putin.

Auf die Sanktionen des Westens will Putin mit einer Ausweitung der unternehmerischen Freiheiten reagieren. „Wir müssen das Vertrauen zwischen der Staatsmacht und der Wirtschaft stärken und das Geschäftsklima im Land verbessern“, sagte er. Die Freiheit des Unternehmertums sei eine der wichtigsten ökonomischen und gesellschaftlichen Fragen. Die EU hatte tags zuvor angekündigt, ihre Strafmaßnahmen wegen der Ukrainekrise um ein halbes Jahr zu verlängern. Moskau hält die Sanktionen für ungerechtfertigt.

Kommentare (49)

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Herr Christoph Weise

03.12.2015, 12:36 Uhr

Bedauerlicherweise sind die russischen Vorwürfe gegenüber der Türkei glaubwürdig. Schließlich wurde auch eine ausführliche Fotodokumentation als Beweis vorgelegt. Die NATO - Mitglieder scheinen zu glauben, dass gegenüber Russland (als Feind) auch jegliche Unwahrheiten erlaubt sind. Das hat sich bereits mehrfach gezeigt. Auch bei der Weigerung der Bundesregierung die Tonbandprotokolle der Flugleitzentrale in Kiew mit MH17 zu veröffentlichen. Meinem Demokratieverständnis entsprechen solche Verhaltensweisen nicht. Man sollte auf die Russen also nicht herabschauen, denn wer im Glashaus sitzt............

Rainer von Horn

03.12.2015, 12:37 Uhr

Sieht wohl so aus, dass der russische Zar den türkischen Sultan stürzen will. Der letztere spielt in der Tat eine sehr unsaubere Rolle im Poker um den EU-Beitritt seines Landes. Und was dessen langfristigen Ziele in Europa angehen, kann man nur spekulieren.

Je unübersichtlicher die Lage in Syrien wird, desto höher die Gefahr einer internationalen militärischen Grossauseinandersetzung.

Account gelöscht!

03.12.2015, 12:48 Uhr

Es ist einfach nur noch Chaos bei der Grün-sozialistischen Merkel Regierung angesagt.
Diese Merkel Regierung schafft mit ihren Asylrechtsbruch und den Bruch des Maastricher Vertrag ein soziales und finanzelles Desaster für die deutsche und europäische Bevölkerung.
Ohne Plan und ohne Wertevorstellung betreibt diese Merkel Regierung eine Politik der Willkürlichen und opportunistischen Entscheidungen. Recht und Ordnung werden ausgehebelt und die Rechts- und Ordnungsbrüche mit einen alternativlos = Basta, so ist es jetzt! der deutschen Gesellschaft aufdiktiert.
Genauso planlos und konzeptlos handelt diese Grün-sozialistische Merkel in ihrer Außenpolitik. Da wird einer IS freundlichen Erdogan Regierung der Schutz der EU-Deutschen Grenze beauftragt und für diesen Deal bekommt der auch noch Geld von uns Steuerzahlern. Anstatt die deutsche bzw. EU Grenze selbst zu schützen nimmt man jetzt einen IS Verbündeten (Erdogan Regierung) her um den Geldstrom und die Waffenlieferung wie auch Menschentransfers zwischen der Türkei, Syrien und Europa besser steuern zu können. Mit dieser Erdogan Regierung hat die EU-Deutsche Regierung Merkel einen Deal mit dem Falschen Gesicht gemacht.

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