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27.01.2012

12:01 Uhr

Quote steigt ungebremst

Arbeitslosigkeit in Spanien so hoch wie seit 17 Jahren nicht

Spanien gelingt es nicht seine Rekordarbeitslosigkeit zu senken. Die Arbeitslosenquote stieg im Schlussquartal 2011 auf fast 23 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Anfang 1995.

Menschen warten vor einem Arbeitsamt in Madrid. Reuters, Sascha Rheker

Menschen warten vor einem Arbeitsamt in Madrid.

MadridDie Arbeitslosigkeit im wirtschaftlich angeschlagenen Spanien hat einen langjährigen Höchststand erreicht. Im vierten Quartal hatte fast jeder vierte Spanier keine Arbeit. Die Arbeitslosenrate stieg von Oktober bis Dezember im Vergleich zum Vorquartal nochmals an - auf 22,85 Prozent von 21,5 Prozent, wie das nationale Statistikamt am Freitag mitteilte. 5,27 Millionen Spanier waren damit ohne Job. So hoch war die Rate seit 17 Jahren nicht.

Auch die Anzahl von Familien, deren berufsfähige Mitglieder alle ohne Job sind, erhöhte sich um 149 800 auf 1,58 Millionen . Spanien führt damit die Negativliste in der EU und sogar unter den OECD-Ländern an. Spanien hat seit mehreren Jahren die höchste Arbeitslosenquote in der Europäischen Union.

Weil auch die Wirtschaftsaussichten nicht rosig sind, ist nicht so schnell mit einer Verbesserung am Arbeitsmarkt zu rechnen. Spaniens Situation sei kompliziert, sagte Nicolas Lopez, Chefanalyst bei M&G Valores. Das Land müsse sowohl sein Staatsdefizit im Auge behalten als auch etwas für den Arbeitsmarkt tun. Es sei schwer, beides unter einen Hut zu bekommen.

Die neue Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy will in diesem Frühjahr eine tiefgreifende Reform des Arbeitsmarktes auf den Weg bringen, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Sowohl die spanische Zentralbank als auch der Internationale Währungsfonds (IWF) gehen in ihren jüngsten Schätzungen dennoch von einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit im Laufe des Jahres aus.

Nach Prognose der EU-Kommission wird die Arbeitslosenquote in Spanien auch in diesem Jahr über der 20-Prozent-Marke verharren. Dort liegt sie bereits seit 2010. Neben der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung tragen dazu auch komplexe Tarifabkommen, gesetzlich festgelegte Abfindungszahlungen und befristete Verträge bei.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

27.01.2012, 12:32 Uhr

Die Griechen machen es vor. Arbeiten lohnt sich nicht, man bekommt alles geschenkt in der EU, was man sich nicht erarbeitet.

Das hat sich immer weiter rumgesprochen. Die fleissigen Idioten zahlen für die Faulen. Das ist das EU-Prinzip.

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