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27.06.2012

15:23 Uhr

Rajoy warnt vor Pleite

Spaniens Lage verfinstert sich

Auch nach dem Hilfsantrag kehrt in Spanien keine Ruhe ein. Die viertgrößte EU-Wirtschaftsmacht rutscht tiefer in die Rezession. Premier Rajoy appelliert an den EU-Gipfel, alles zu tun, um eine Staatspleite zu vermeiden.

Die Flagge Spaniens weht in Madrid, Spanien, vor einem wolkenverhangenen Himmel. dapd

Die Flagge Spaniens weht in Madrid, Spanien, vor einem wolkenverhangenen Himmel.

MadridDie Warnung von Ministerpräsident Mariano Rajoy ist verklausuliert, aber eindeutig: Sollte sich die Lage an den Finanzmärkten für Spanien nicht bessern, werde sich sein Land „nicht mehr lange finanzieren" können, sagte Rajoy am Mittwoch in Madrid. Nötig sei daher ein „klares Signal" an die Finanzmärkte, dass Spanien seinen Spar- und Reformkurs ernst nehme - und die Staatspleite verhindert werden kann.

Tatsächlich zahlt Spanien für Staatsanleihen derzeit Zinsen, die ihrer Höhe nach dauerhaft als nicht verkraftbar gelten. Am Montag hatte das Land offiziell Finanzhilfen der Eurozone für seinen angeschlagenen Bankensektor beantragt. Die Regierung nannte keine genaue Summe, hatte vor wenigen Tagen den Bedarf aber auf bis zu 62 Milliarden Euro beziffert.

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Nun geraten auch die Staatsfinanzen der viertgrößten Euro-Volkswirtschaft in Not.

Die Euroländer hatten Spanien zuvor eine Unterstützung von bis zu hundert Milliarden Euro zugesagt. Am Mittwoch wollten die Euro-Finanzminister in einer Telefonkonferenz über die Details der Hilfe beraten, bevor am Donnerstag die EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel zusammen kommen und über eine grundlegende Neuordnung der EU beraten.

Wirtschaftsminister Luis de Guindos erklärte, er habe am Morgen mit seinen Kollegen aus Deutschland, Italien und Frankreich am Telefon über die nächsten Schritte beraten. Ein weiteres Gespräch sei für 13.00 Uhr geplant. Auf dem EU-Gipfel werde auch über eine Direktkapitalisierung der Banken diskutiert.

Kommentare (91)

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Account gelöscht!

27.06.2012, 10:26 Uhr

Aha, so ist das also - der dumme, deutsche Michel wird sicherlich mal bezahlen! Spanien ist "am Arsch" (pardon für die brachiale Ausdrucksweise!), hat sich verspekuliert (natürlich mal wieder diese Zockerbanken querbeet) und Michel soll die Kohlen aus dem Feuer holen .... bis er selbst pleite ist.
Lasst diese Banken doch den Bach runtergehen!

Ofelas

27.06.2012, 10:57 Uhr

Spanien - riesige moderne Flueghaefen, Autobahnen, Schnellzugverbindungen, Sportclubs die kaum oder keine Steuernzahlen muessen, Sportler die dann mit grossen Gagen ausgehalten werden, Bauunternehmen die Milliardengewinne gefahren haben, diese dann weltweit Sachwerte aufgekauft haben wie Flughaefen in England oder Bauunternehmen in Deutschland.......die Infrastruktur im Ruhrgebiet ist bald Drittweltniveau, der Frankfurter Flughafen eine Altlast, ICE Trassen die nicht ausgebaut werden usw.... und wir sollen wieder zahlen

PS China, Brasilien und andere werden ihre Geldresourcenfuer sich alleine in F&E, Ausbildung und Infratruktur investieren, und in 10-15 Jahren haben wir alle ein Griechenlandproblem



Pendler

27.06.2012, 11:02 Uhr

Naja, evtl begreifen auch mal die stolzen Spanier, dass man arbeiten kann, um in Wohlstand zu leben.

Ich bin sehr oft dienstlich in Spanien und mag die Spanier auch sehr. Man kann dort herrlich gut seine Freizeit verbringen und das besonders, wenn man nicht auf dem Ballermann-Level sich befindet. Spanien ist schön und hat sehr stolze Menschen.

Aber dieses ekelhafte Raubritterdenken sitzt tief bei jedem Spanier. Grundsätzlich träumen sie noch immer davon, dass sie irgendwo schon ein Land oder Volk wieder finden, das sie (so wie damals Lateinamerika) ausrauben und plündern können. Und so sind sie stolz und stur. Ihre Werte als Raubritter sind ihnen heilig. Aber von ehrlicher Arbeit halten sie weniger. Das sollen die dreckigen Sklaven besser machen.

Ein Spanier ist sich dafür zu schade.

Spanien muss erst tief durch ihre eigene Schei… waten, bevor sie dieses Piratendenken ablegen und anfange selbst zu arbeiten

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