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08.12.2011

11:44 Uhr

Raketenabwehrschirm

Nato und Russland können sich nicht einigen

Eine gemeinsame Raketenabwehr zwischen Russland und der Nato wird es vorerst nicht geben. Nachdem Nato-Generalsekretär Rasmussen eine Zusammenarbeit angeboten hatte, scheiterten Vermittlungsgespräche in Brüssel.

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bietet Russland eine Kooperation beim geplanten Raketenschirm an. Reuters

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bietet Russland eine Kooperation beim geplanten Raketenschirm an.

BrüsselDie Nato und Russland sind weiter uneins über die von der Nato geplante Raketenabwehr in Europa. Dies sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen nach Gesprächen der 28 Nato-Außenminister mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow am Donnerstag in Brüssel.

„Über die Raketenabwehr sind wir uns noch nicht einig“, sagte er nach dem Gespräch, das knapp eine Stunde länger dauerte als geplant. „Aber wir sind alle einig, dass wir es weiterhin versuchen sollten, dass wir weiterhin miteinander reden müssen.“ Die Nato sei bereit, die Bedenken Russlands gegen die Raketenabwehr ernst zu nehmen: „Wenn wir uns in dieser Frage einigen können, dann wird das unsere Beziehung auf ein neues Niveau bringen.“ Russland sieht die Nato-Raketenpläne als Gefahr und hat die Stationierung eigener Raketen nahe der Nato-Grenzen angekündigt.

Vor dem Treffen hatte Rasmussen Russland erneut eine Kooperation bei der Raketenabwehr für Europa angeboten. „Unser System bedroht weder Russland noch ändert es das strategische Gleichgewicht“, sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Brüssel beim Beginn von Gesprächen der 28 Nato-Außenminister mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow. „Da wir vor der gleichen Bedrohung stehen, macht es Sinn, wenn wir bei der Bekämpfung zusammenarbeiten.“ Russland sieht die Nato-Raketenpläne als Gefahr und hat die Stationierung eigener Raketen nahe der Nato-Grenzen angekündigt.

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle sagte: „Die derzeit verhärtete Sprache darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in der Praxis gute Zusammenarbeit haben.“ Deshalb werbe er dafür, „bei aller verhärteten Sprache - die vielleicht auch mit der derzeitigen inneren Situation Russlands zu tun hat - die Zusammenarbeit nicht infrage zu stellen, sondern fortzusetzen“. Davon dürften „auch gelegentlich schärfere Worte“ nicht ablenken.

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