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26.05.2013

21:39 Uhr

Raketeneinschläge in Beirut

Syrischer Bürgerkrieg könnte auf Libanon übergreifen

Seit der Einmischung der Hisbollah in den syrischen Bürgerkrieg wächst die Sorge vor einem Übergreifen des Konflikts auf den Libanon. In der Hauptstadt Beirut schlugen am Sonntag die ersten Raketen ein.

Eine der Raketen traf ein Autogeschäft und soll vier Menschen verletzt haben. ap

Eine der Raketen traf ein Autogeschäft und soll vier Menschen verletzt haben.

BeirutIm Nahen Osten wächst die Sorge vor einem Übergreifen des syrischen Bürgerkriegs auf den Libanon. Erstmals schlugen am Sonntag im Süden der Hauptstadt Beirut Raketen ein und verletzten vier Menschen, wie es aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß. Die Regierung in Damaskus erklärte ihre Bereitschaft, an der geplanten Syrien-Konferenz im schweizerischen Genf teilzunehmen.

Die Raketen schlugen im hauptsächlich von Schiiten bewohnten Süden Beiruts ein. Eine der Raketen habe ein Autogeschäft getroffen und vier Syrer verletzt, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte. Es war das erste Mal seit Beginn des Syrien-Konflikts im März 2011, dass der Süden Beiruts Ziel eines derartigen Angriffs war.

Anschlag

Raketenbeschuss auf Beirut

Anschlag: Raketenbeschuss auf Beirut

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Nur wenige Stunden zuvor hatte der Chef der schiitischen Hisbollah-Bewegung, Hassan Nasrallah, Syriens Präsident Baschar al-Assad weitere militärische Unterstützung zugesagt. In deiner Rede zum 13. Jahrestag des Abzugs der israelischen Truppen aus dem Süden Libanons versprach Nasrallah einen "Sieg" in Syrien.

Eine der Hisbollah nahestehende Quelle berichtete, Truppen Assads und mit ihnen verbündete Kämpfer kontrollierten inzwischen vier Fünftel der umkämpften westsyrischen Rebellenhochburg Kusseir. "Wir müssen noch 20 Prozent von Kusseir einnehmen", sagte die Quelle.

Die schiitische Hisbollah unterstützt Assad seit einiger Zeit mit Kämpfern. Allein im Kampf um die nahe der Grenze zum Libanon liegende Stadt Kusseir sollen Berichten zufolge bis zu 1700 Kämpfer im Einsatz sein. Am Samstag wurden dort mehr als 20 Hisbollah-Angehörige getötet.

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