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05.04.2017

04:29 Uhr

Raketentest

Nordkorea sorgt erneut für Unruhe

Im japanischen Meer ist am Mittwoch eine Rakete gelandet. Sie kam aus Nordkorea, meldeten Südkorea und die USA übereinstimmend. Damit belastet Nordkorea das anstehende Treffen der Staatschefs von China und den USA.

Provokation vor US-China-Gipfel

Erneut Raketentest – Kim Jong-un kann es nicht lassen

Provokation vor US-China-Gipfel: Erneut Raketentest – Kim Jong-un kann es nicht lassen

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SeoulKurz vor Gesprächen der USA und Chinas über Nordkorea hat Pjöngjang trotz Verboten erneut eine ballistische Rakete getestet. Sie sei am Mittwoch nahe Sinpo an der Ostküste abgefeuert worden und etwa 60 Kilometer in Richtung offenes Meer geflogen, teilte der Generalstab des südkoreanischen Militärs mit.

Auch das US-Militär bestätigte den Start. Nach Angaben des US-Pazifikkommandos handelte es sich vermutlich um eine Mittelstreckenrakete des Typs KN-15.

Japan protestierte gegen den erneuten Raketentest des Nachbarlandes. In Südkorea kam wegen des Tests der Nationale Sicherheitsrat zusammen. Das Raketen- und Atomprogramm Nordkoreas werden in der Region als große Bedrohung gesehen.

Wie sich Trump über China geäußert hat

Feind

„Es gibt Leute, die wünschten, dass ich China nicht als unseren Feind beschreiben würde. Aber genau das ist es, was sie sind. Sie haben durch billige Arbeitskräfte ganze Industrien zerstört, uns Zehntausende Jobs gekostet, unsere Unternehmen ausspioniert, unsere Technologie gestohlen und ihre Währung manipuliert und abgewertet, was den Import unserer Waren teurer und manchmal unmöglich macht.“ (Buch: „Great Again: Wie ich Amerika retten werde“)

Handelspolitik

„Wir können China nicht weiter erlauben, unser Land zu schänden – und das ist es, was sie tun. Es ist der größte Diebstahl in der Weltgeschichte.“ (Wahlkampfveranstaltung in Fort Wayne, 1. Mai 2016)

Strafzölle

„Wir können nicht nach China rein. Ich habe die besten Leute, Hersteller - sie können nicht rein. Wenn sie reinkommen, müssen sie enorme Steuern bezahlen. Die Drohung mit 45 Prozent lautet, wenn sie (die Chinesen) sich nicht benehmen, wenn sie nicht die Regeln und Vorschriften befolgen, so dass wir auf beiden Seiten gleich sind, werden wir Steuern gegen sie erheben. Es müssen nicht 45 sein, es könnte auch weniger sein.“ (Debatte in Miami, 10. März 2016)

Währungsmanipulator

„Am ersten Tag einer Trump-Administration wird das Finanzministerium China als Währungsmanipulator bezeichnen.“ (Kolumne im Wall Street Journal, 9. November 2015)

Nordkorea

„China hat großen Einfluss auf Nordkorea. Und China wird entweder beschließen, uns mit Nordkorea zu helfen oder nicht. ... China (das Problem) Nordkorea nicht löst, werden wir es tun. Mehr will ich Ihnen dazu nicht sagen.“ (Interview, Financial Times, 3. April 2017)

Südchinesisches Meer

„Um die Sicherheit unserer Nation und unserer Investitionen zu sichern, werden wir das Militär aufbauen, das wir brauchen, um China einzudämmen, wo es im Pazifischen Raum und im Südchinesischen Meer zu weit geht. (Kolumne im Wall Street Journal, 9. November 2015)

Taiwan

„Ich verstehe die Ein-China-Politik voll und ganz, aber ich verstehe nicht, warum wir an eine Ein-China-Politik gebunden sein müssen, sofern wir keinen Deal mit China haben, der andere Dinge enthält wie den Handel.“ (In einem Interview mit Fox News, 11. Dezember 2016. Im Februar erklärte das Weiße Haus, Trump habe sich auf Bitte von Xi dazu bereit erklärt, die Ein-China-Politik in Ehren zu halten.)

Klimawandel

„Das Konzept der Erderwärmung wurde von und für Chinesen geschaffen, um die amerikanische Produktion wettbewerbsunfähig zu machen.“ (auf Twitter, 7. November 2012)

Der Konflikt mit Nordkorea wird nach Angaben des Weißen Hauses auch ein Schwerpunkt des ersten Treffens von Präsident Donald Trump mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping am Donnerstag und Freitag in den USA sein. Das Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas sei für Trump und die US-Regierung eine Angelegenheit von hoher Dringlichkeit, man wolle gerne gemeinsam mit China daran arbeiten, hieß es. Trump hatte kürzlich in einem Interview gesagt, notfalls würden die USA das Problem Nordkorea alleine und ohne China lösen.

Nach dem erneuten Test ballistischer Raketen teilte US-Außenminister Rex Tillerson mit, die Vereinigten Staaten hätten genug über das Land gesagt. Es sei zu einem weiteren Start gekommen - mehr sei nicht zu kommentieren, hieß es in einer entsprechenden Erklärung.

Entgegen mehrerer UN-Resolutionen treibt die kommunistische Führung in Pjöngjang das Atomprogramm des Landes voran und entwickelt Raketen, die nicht nur Südkorea und Japan, sondern auch die US-Küste erreichen sollen. Nach Einschätzung von Experten bereitet das Land derzeit einen weiteren Atomtest vor, bisher hatte es fünf solcher Tests unternommen.

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Nordkorea hatte Anfang März mehrere Testraketen bis in die Nähe der japanischen Küste geschossen. Ein weiterer Raketentest des Landes am 22. März war nach südkoreanischen Angaben fehlgeschlagen.

Ballistische Raketen sind in der Regel Boden-Boden-Raketen, sie können aber auch von U-Booten abgefeuert werden. Sie befördern je nach Bauart konventionelle, biologische, chemische oder sogar atomare Sprengköpfe ins Ziel.

Kommentare (5)

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Herr Peter Spiegel

05.04.2017, 10:07 Uhr

N-Korea sollte der EU beitreten, wurde doch der geliebte Führer Kim gut zur Elite passen.

Rainer von Horn

05.04.2017, 10:42 Uhr

Der wird ja immer runder, wenn der Kleine Dicke platzt, ist das dann sozusagen der koreanische Erstschlag und Kim in Wirklicheit eine Art Wunderwaffe?

Herr Marc Hofmann

05.04.2017, 10:51 Uhr

China sollte den ersten Schritt machen und in Nordkorea einmaschieren. So oder So wird diese Diktatur in Nordkorea ihren Ende zugehen...und wie schon mal geschrieben...wer das Nordkoreanische Volk von dieser Diktatur endlich erlöst, der wird in Nordkorea für die Zukunft ein "Held" sein und an Ansehen gewinnen. Und wenn China es nicht alleine machen will...sollten Sie sich Japan und die USA mit ins Boot holen...so oder so...es wird Zeit mit diesen Unterdrücker/Diktator in Nordkorea aufzuräumen.

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