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29.07.2014

13:17 Uhr

Raketentest

Russland leugnet Verstoß gegen Abrüstungsabkommen

Die USA werfen der Putin-Regierung vor, unerlaubterweise Mittelstreckenraketen getestet zu haben. Nun reagiert das russische Militär auf die Anschuldigungen. Der Vorwurf der Amerikaner sei Teil eines „Propagandakrieges“.

Ein russischer Offizier mit einer Interkontinentalrakete vom Typ „Topol“. Das Militär gibt zu, eine solche Waffe getestet zu haben. Dies sei aber mit dem Einverständnis Washingtons geschehen. ap

Ein russischer Offizier mit einer Interkontinentalrakete vom Typ „Topol“. Das Militär gibt zu, eine solche Waffe getestet zu haben. Dies sei aber mit dem Einverständnis Washingtons geschehen.

MoskauRussische Militärexperten haben den Vorwurf der US-Regierung zurückgewiesen, wonach Russland einen bedeutenden Abrüstungsvertrag verletzen soll. Moskau habe zwar 2009 tatsächlich eine Interkontinentalrakete vom Typ „Topol“ mit einer Reichweite von 9000 Kilometern über eine kürzere Distanz getestet, sagte Generalleutnant Jewgeni Buschinski am Dienstag der Agentur Interfax in Moskau. Dies sei damals aber mit dem Einverständnis Washingtons geschehen.

Der Vorwurf der USA sei Teil eines „Propagandakrieges“ vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts, meinte Buschinski. Ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter des Generalstabs in Moskau sagte, die USA wollten den angeblichen Verstoß vermutlich als Argument dafür nutzen, eigene Raketen näher an der russischen Grenze zu stationieren.

Die US-Regierung wirft Russland einem Zeitungsbericht zufolge den unerlaubten Test einer landgestützten Mittelstreckenrakete vor. Präsident Barack Obama habe die US-Erkenntnisse am Montag in einem Brief an Kremlchef Wladimir Putin dargelegt, berichtete die „New York Times“ in ihrer online-Ausgabe. Das Weiße Haus spreche von einer „ernsthaften Verletzung“ des INF-Abkommens von 1987, das die Vernichtung von Atomraketen mittlerer und kürzerer Reichweite regelt.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Frau Margrit Steer

29.07.2014, 13:27 Uhr

Was kommt von diesem Obam noch?
Der Mann ist brandgefährlich. Sieht und merkt das bei uns keiner?

Herr Riesener Jr.

29.07.2014, 13:35 Uhr

Artikel: "Moskau habe zwar 2009 tatsächlich eine Interkontinentalrakete vom Typ „Topol“ mit einer Reichweite von 9000 Kilometern über eine kürzere Distanz getestet, sagte Generalleutnant Jewgeni Buschinski am Dienstag der Agentur Interfax in Moskau. Dies sei damals aber mit dem Einverständnis Washingtons geschehen."

Wenn das stimmt, verdient die westliche Rhetorik genauso den Stempel "Üble Propaganda" wie die russische!

So wie Putin seinen Einfluss auf die russischen Seperatisten nutzen sollte, sollten wir Europäer unseren Einfluss auf die Ukraine nutzen, damit auch letztere mit der Gewalt aufhören.

Herr Fred Meisenkaiser

29.07.2014, 14:06 Uhr

"Russland leugnet Verstoß gegen Abrüstungsabkommen".
Der Titel suggeriert, dass Rußland gegen das Abkommen verstößt. dies ist in keinster Weise irgendwie bewiessen. dies ist lediglich eine Behauptung der USA. Von denen wiederum wissen wir, dass sie zahlreiche auf Lügen begründete Kriege vom Zaune brauchen (Irak, Vietnam usw.).
Ein objektiverer Journalismuswäre wünschenswert!

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