Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.03.2017

18:07 Uhr

Raphael Bostic

Erster Afroamerikaner wird Chef eines US-Notenbankablegers

Der 50-jährige Ökonom Raphael Bostic ist der erste Afroamerikaner, der einen US-Notenbankableger leiten wird. Bostic wird am 5. Juni Nachfolger von Dennis Lockhart, der Ende Februar abgetreten war.

Die Atlanta-Fed ist dieses Jahr mit einem Sitz in dem für die Zinspolitik zuständigen Offenmarktausschuss der Fed vertreten. dpa

US-Notenbank Fed

Die Atlanta-Fed ist dieses Jahr mit einem Sitz in dem für die Zinspolitik zuständigen Offenmarktausschuss der Fed vertreten.

WashingtonIn den USA wird erstmals ein Regionalableger der Notenbank (Fed) von einem Afroamerikaner geleitet. Der 50-jährige Ökonom Raphael Bostic wurde am Montag von der Fed in Atlanta zum neuen Präsidenten ernannt. Der Professor von der University of Southern California (USC) wird am 5. Juni Nachfolger von Dennis Lockhart, der Ende Februar abgetreten war. Zuletzt waren Rufe lauter geworden, dass sich die ethnische Vielfalt der USA stärker in der Führungsebene der US-Notenbank widerspiegeln sollte. Bislang hat von den zwölf regionalen Notenbankablegern nur die Fed von Minneapolis mit Neel Kashkari einen Präsidenten, der nicht weiß ist.

Bostics Forschungsschwerpunkt waren soziale Themen. So beschäftigte er sich mit der Frage, welche Rolle die Rassenzugehörigkeit bei der Kreditvergabe spielt und welchen Erfolg Antidiskriminierungsgesetze haben. Außerdem engagierte sich der Stadtentwicklungsexperte gegen Benachteiligungen aufgrund sexueller Orientierung. Von 1995 bis 2001 arbeitete Bostic als Volkswirt für das Fed-Direktorium in Washington.

Fed-Sitzung: Kurz vor dem Anstieg

Fed-Sitzung

Premium Kurz vor dem Anstieg

US-Notenbankchefin Janet Yellen wird wohl Mitte der Woche die Leitzinsen erhöhen. Mit diesem Schritt will sie einer Überhitzung der Wirtschaft vorbeugen. Spannend wird, wie Präsident Trump auf den Zinsschritt reagiert.

Die Atlanta-Fed ist dieses Jahr mit einem Sitz in dem für die Zinspolitik zuständigen Offenmarktausschuss der Fed vertreten. Sie kann dabei über die Zinspolitik mitberaten, hat aber kein Stimmrecht. Die Fed entscheidet am Mittwoch wieder über den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld. Experten erwarten eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte auf 0,75 bis 1,0 Prozent.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×