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08.01.2010

12:01 Uhr

Rassismus

Auseinandersetzungen in Süditalien

In Süditalien kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen afrikanischen Flüchtlingen und Einheimischen. Neben hohem Sachschaden kam es auch zu Verletzungen, einige der Randalierer wurden Festgenommen. Dem Aufstand ging eine gezielte Provokation Jugendlicher voraus.

Polizisten kesseln Flüchtlinge ein: Spannungen zwischen Landarbeiter und Einheimischen entladen sich. dpa

Polizisten kesseln Flüchtlinge ein: Spannungen zwischen Landarbeiter und Einheimischen entladen sich.

HB ROM. In Süditalien ist es nach Schüssen auf eine Gruppe von Einwanderern zu schweren Zusammenstößen gekommen. Dutzende Afrikaner setzten in der kalabrischen Stadt Rosarno Autos in Brand, zertrümmerten Schaufenster und riefen „Wir sind keine Tiere“. Der einheimischen Bevölkerung warfen sie Rassismus vor.

Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie die aufgebrachte Menge Mülleimer anzündete und mit Eisenstangen und Steinen auf Autoscheiben einschlug. Nach Polizeiangaben wurde auch mindestens ein Auto angegriffen, in dem Menschen saßen. Es habe mehrere Verletzte gegeben. Außerdem kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. Es gab mehrere Festnahmen.

Jugendliche hatten zuvor aus einem Auto heraus mit Luftgewehren auf eine Gruppe von afrikanischen Landarbeitern geschossen, die auf dem Heimweg von der Arbeit waren. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. In der Gegend setzen Obst- und Gemüsebauern Flüchtlinge als Erntehelfer ein, die teils in verlassenen Fabriken ohne Strom oder fließendes Wasser leben. Menschenrechtsorganisationen sprechen von Ausbeutung durch organisierte Verbrecherbanden.

Kalabriens Gouverneur Agazio Loiero verurteilte die Zusammenstöße. Sie seien durch nichts zu rechtfertigen. Allerdings hätten die Jugendlichen die Flüchtlinge mit dem Gewehrangriff stark provoziert.

Kommentare (1)

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Romanus Schubbert

08.01.2010, 21:46 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

ganz ehrlich, ich kenne das das Handelsblatt nicht gut, aber da habt ihr über den Sachverhalt nicht gut berichtet. ich weiss auch nicht ob Hb rechts oder eher links ist, is mir auch egal, es fehlen in diesen Artikel einfach viele Fakten die von anderen Medien geliefert werden. Das hätte ich von dieser dem Anschein nach seriösen Zeitung nicht gedacht.

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