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11.05.2012

19:44 Uhr

Ratingagentur warnt

Griechen bringen Euro-Bonität in Gefahr

Der Austritt Griechenlands aus dem Euro hätte Folgen für alle Länder der Währungszone. Die Bonitätsprüfer drohen allen Staaten mit einer Herabstufung des Ratings. Ob es dazu kommt, hängt allein vom Handeln der Politik ab.

Fitch Ratings - einer der drei großen Bonitätsprüfer. dpa

Fitch Ratings - einer der drei großen Bonitätsprüfer.

LondonBei einem Euro-Austritt Griechenlands droht allen Staaten der Währungsgemeinschaft eine Rating-Herabstufung durch die Agentur Fitch. Die Bonitätswächter erklärten am Freitag, sie hätten die systemischen und länder-spezifischen Folgen eines solchen Szenarios neu bewertet. Sobald Griechenland als Folge der politischen Krise oder eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs aus der Währungsgemeinschaft ausscheidet, könnten die Ratings der anderen Euro-Länder mit "negative watch" versehen werden - dann würde ihnen eine baldige Herabstufung drohen.

Die Wahrscheinlichkeit und den Umfang eines solchen Schritts machte die Agentur von der Reaktion der Euro-Zone auf einen Austritt Griechenlands abhängig. Entscheidend sei, ob es der Politik gelinge, die Ansteckungsgefahren in Grenzen zu halten und einen glaubwürdigen Plan für eine reformierte Euro-Zone vorzulegen, hieß es in einer Mitteilung. Für den Fall eines Euro-Endes in Griechenland stünden die Bewertungen von Ländern mit einem negativen Ausblick zuerst zur Disposition. Fitch benannte hier Zypern, Frankreich, Irland, Italien, Portugal, Spanien, Slowenien und Belgien. Von der Einstufung durch die dominierenden Rating-Agenturen Moody's, Standard & Poor's und Fitch hängen die Refinanzierungskosten eines Landes unmittelbar ab. Je schlechter die Bewertung, umso teurer wird es für eine Regierung, an Geld zu kommen.

Die Mehrheit der Griechen lehnt einen Euro-Austritt ab. Allerdings erhielten bei der Parlamentswahl am Sonntag Sparkritiker gewaltigen Zulauf, während die konsolidierungswilligen Parteien herbe Verluste hinnehmen mussten. Die internationalen Geldgeber haben ein Ende der Unterstützung bei einer Abkehr vom Reformkurs angekündigt. Bislang hat es keine Partei geschafft, eine Regierung zu bilden.

Von

rtr

Kommentare (9)

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Petra

11.05.2012, 19:55 Uhr

2 Möglichkeiten:
1.) Tritt Griechenland aus, erfolgt eine Herabstufung der anderen EU-Länder.
2.) Tritt Griechenland nicht aus, pochen alle restlichen Pleitestaaten wie Portugal, Spanien, Italien und was weiß ich wer noch alles auf das gleiche Recht wie Griechenland: Weitere Gelder + Schuldenschnitt!
Ich persönlich denke, daß die 2. Möglichkeit letztendlich zur 1. Möglichkeit führt, so daß es besser ist schon jetzt die 1. Möglichkeit zu wählen!

StockUndHut

11.05.2012, 19:59 Uhr

Antithese: EURO bringt Griechenland in Gefahr

gdopamin

11.05.2012, 20:13 Uhr

Ich glaube DE sollte einfach den Hammer diesen ganzen Kaspern ein Schnippchen schlagen.

Allein wenn ich mir die Derivate Bombe ansehe, die neulich mal ein Designer veranschaulicht hat, frage ich mich auf was wir eigentlich noch warten.
http://www.ftd.de/finanzen/derivate/:milliardenschwerer-derivatemarkt-die-finanzsaeulen-der-erde/70027382.html

Es muss knallen, egal wie, es ist durch nichts zu verhindern. Doch warum dann nicht ein Schachzug machen, mit dem z. Z. noch niemand ernsthaft rechnet?

- D-Mark einführen
- Grenzen zu.
- Banken retten und verstaatlichen wo das notwendig ist.
- Staat über eine Währungsreform entschulden.

Rums. Es folgt ein weltweites, reinigendes Gewitter. Und solche Vögel wie die in den Ratingagenturen sind für sehr lange Zeit überflüssig.

Und wer mir jetzt mir jetzt mit, aber dies und aber jenes kommt, hat einfach noch nicht verstanden, dass es nicht mehr ums „ob“, sondern nur noch um die Lautstärke der Detonation und die Wucht der finanziellen Druckwelle geht.

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