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09.10.2012

12:22 Uhr

Reaktion auf Militärabkommen

Nordkorea droht den USA mit Raketen

Nordkorea reagiert auf ein neues Militärabkommen zwischen den USA und Südkorea. Das Land verfüge über Raketen, die das amerikanische Festland erreichen können. Beobachter zweifeln jedoch an der Glaubwürdigkeit.

Nord-Koreas Herrscher Kim Jong Un mit zwei seiner Offiziere. Nordkorea soll über 1000 Raketen verfügen. dapd

Nord-Koreas Herrscher Kim Jong Un mit zwei seiner Offiziere. Nordkorea soll über 1000 Raketen verfügen.

SeoulNordkorea verfügt nach eigenen Angaben über Raketen, die amerikanisches Festland erreichen können. Das berichtete die offizielle Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag unter Berufung auf die Nationale Verteidigungskommission. Das kommunistische Land reagierte damit erstmals auf ein neues Abkommen zwischen Erzfeind Südkorea und den USA, die Reichweite des südkoreanischen Raketensystems stark auszuweiten. Nordkoreanische Raketen könnten „nicht nur Japan und Guam, sondern auch amerikanisches Festland treffen“, wurde ein Sprecher der Kommission zitiert.

Die USA hatten Südkorea am Sonntag den Bau ballistischer Raketen zugestanden, die mit 800 Kilometern Reichweite ganz Nordkorea erreichen können. Bisher hatte die Schutzmacht Südkorea nur Raketen mit maximal 300 Kilometern Reichweite erlaubt. Die Erweiterung sei nötig, um gegen mögliche Angriffe Nordkoreas gewappnet zu sein, hieß es aus Seoul. Pjöngjang soll über mehr als 1000 Raketen verfügen.

Das Abkommen zwischen den USA und Südkorea zeige, dass die beiden Verbündeten in den Norden einfallen wollten, sagte der Sprecher der nordkoreanischen Verteidigungskommission. Er drohte mit einem Gegenschlag, der die „Bitterkeit des Krieges“ offenbaren werde.

Nordkorea arbeitet an der Entwicklung von Langstreckenraketen. Zwei entsprechende Tests waren in der Vergangenheit aber fehlgeschlagen. Das umstrittene Atomprogramm des Landes gibt in den Nachbarstaaten und den USA immer wieder Anlass zur Sorge. Es wird befürchtet, dass Nordkorea an Raketen mit atomaren Sprengköpfen arbeite.

Erst im April brachte ein Raketenstart Nordkoreas neuer Führung um Machthaber Kim Jong Un eine Blamage ein: Der groß angekündigte und international kritisierte Raketenstart endete mit einer Bruchlandung. Das Regime in Pjöngjang räumte zwar das Scheitern ein, sprach aber von einem Satelliten, der ins All geschossen werden sollte. Die USA und andere Länder sahen in dem Start hingegen den verdeckten Test einer Interkontinentalrakete, die einen atomaren Sprengkopf tragen könnte.

Südkorea befindet sich rechtlich immer noch im Krieg mit dem kommunistischen Nordkorea. Immer wieder gibt es Spannungen. Seit 1953 gilt zwar ein Waffenstillstandsabkommen beider Staaten, ein Friedensvertrag wurde aber nie geschlossen. Die USA haben 28.500 Soldaten als Abschreckung Nordkoreas in Südkorea stationiert.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Golo123

30.11.2012, 17:37 Uhr

Die kommunistischen Nichtsnutze besitzen Raketentechnik, die die USA erreichen kann...........?

Ich kann mich vor Lachen kaum halten! Die bekommen doch nichtmal die eigene Bevölkerung satt!

Wer soll das Geschwafel denn glauben?

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