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11.04.2006

13:52 Uhr

Reaktion auf Wahlen

Europa sorgt sich um die Italiener

Der äußerst knappe Ausgang der Parlamentswahlen beunruhigt die internationale Presse. Dabei steht die Sorge um die politische und wirtschaftliche Zukunft im Vordergrund. Italien, so der Tenor, entwickle sich zum "neuen kranken Mann in Europa".

Gespannt warten die Italiener auf das endgültige Ergebnis der Wahlen. Foto: dpa dpa

Gespannt warten die Italiener auf das endgültige Ergebnis der Wahlen. Foto: dpa

Ein Überblick über die Pressekommentare:

„Der Standard“ (Wien): „Silvio Berlusconi an der Kippe. Romano Prodi auf der Siegerstraße. (...) Diesmal allerdings wiegt die Hinterlassenschaft nach fünf Jahren beinahe uneingeschränkter Regentschaft des stets fidel feixenden Realitätsverweigerers aus Mailand ungleich schwerer.“

„Neue Zürcher Zeitung“ (Zürich): „Damit ist auch die Frage beantwortet, wie sich die Beleidigungen und autoritären Ausbrüche, die obszönen Beschimpfungen und verbalen Attacken des Premierministers in den letzten Tagen ausgewirkt haben - für ihn und sein Lager keineswegs negativ.“

„El Mundo“ (Madrid): „Nach einer Stimmenauszählung, die in ihrer Langsamkeit das Niveau eines Landes der Dritten Welt hatte, blieben viele Fragen offen. Silvio Berlusconi war von seinem Medienapparat in einem Stil verherrlicht worden, der mehr einer Bananenrepublik als einer modernen Demokratie entsprach.“

„La Repubblica“ (Rom): „Die Falle ist zugeschnappt. Es ist, als stecke der Giftstachel eines Skorpions im Fleisch Italiens, das jetzt zwar keine neue Regierung bilden, aber auch an der alten Regierung nicht mehr festhalten kann. Eine perfekte Metapher Italiens. Das nicht zum „Prodiland“ wird, aber sich schon in der „Post-Berlusconi- Phase“ befindet.“

„The Times“ (London): „Ob der Sieger nun Berlusconi oder Prodi heißt, wird wenig dazu beitragen, die Probleme Italiens zu lösen, des neuen „kranken Mannes in Europa“.“

„Kommersant“ (Moskau): „Man kann schwerlich von einem Triumph der Linken in Italien sprechen. Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat nicht gegen Oppositionschef Romano Prodi verloren, sondern gegen sich selbst.“

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