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02.08.2012

03:21 Uhr

Rebellen in Syrien

„Wir stehen an der vordersten Front zur Befreiung Aleppos“

Mit unerbärmlicher Gewalt bekämpfen sich die Rebellen und die Armee in der syrischen Metropole Aleppo. Vor der historischen Festung Aleppos wähnen sich die Rebellen kurz vor dem Sieg.

Ein Kämpfer der Freien Syrischen Armee in Aleppos Innenstadt. Reuters

Ein Kämpfer der Freien Syrischen Armee in Aleppos Innenstadt.

AleppoIm Kampf um Aleppo stehen die syrischen Rebellen vor der historischen Zitadelle der Millionenmetropole. Die auf einem Hügel stehende 800 Jahre alte Festung, die einst als Symbol für arabische Militärmacht stand und zuletzt Touristenattraktion war, war am Mittwoch knapp 200 Meter vom vordersten Posten der Aufständischen entfernt.

Auf der zur Zitadelle führenden Hauptstraße seien sie in den vergangenen zwei Tagen nur wenige Meter vorangekommen, berichteten Kämpfer. Sie markierten die Grenze des gewonnenen Bodens mit einem quer auf der Straße stehenden verbeulten roten Bus, über dem die grün-weiß-schwarze Flagge der Rebellen flatterte.

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„Wir stehen an der vordersten Front zur Befreiung Aleppos. Von hier ist der Hauptplatz Saadallah al-Dschabri nur 700 Meter weg“, sagte der 23-jährige Mohammed. Auf dem Platz haben viele Dienststellen der Regierung ihren Sitz.

Seine Kameraden und er hofften, Saadallan al-Dschabri in den kommenden Tagen erobern zu können. Vor den ihnen an Feuerkraft überlegenen Truppen der Regierung fürchteten sie sich nicht.

Richtig wirksam sei nur der Einsatz von Infanteristen. „Aber dazu fehlt ihnen aus Angst vor Verlusten der Wille.“ Deshalb beschössen die Soldaten die größte syrische Stadt mit Artillerie und Panzern.

Russland warf beiden Konfliktparteien die Verletzung von Menschenrechten vor. Das belegten Bilder, die offenbar Rebellen beim Töten von Anhängern von Präsident Baschar al-Assad zeigten, sagte Vizeaußenminister Gennadij Gatilow Mittwoch in Moskau. Alle Beteiligten müssten die Gewalt beenden.

Die Bilder, zu sehen in einem Video, das im Internet veröffentlicht wurde, könnte die Wiederstandsbewegung in Erklärungsnot bringen. Die Echtheit der Aufnahmen konnte nicht unabhängig überprüft werden.

Russland stellt sich, zusammen mit China, im UN-Sicherheitsrat gegen eine Syrien-Resolution. Morgen sollen die Vereinten Nationen jedoch in einer symbolischen Resolution das Regime scharf verurteilen. Darin werden auch die Vetos von Russland und China kritisiert.

Die USA haben am Mittwoch außerdem bekannt gegeben, dass sie die Rebellen in Syrien mit mehr Hilfsgeldern unterstützen. Insgesamt geben die USA rund 25 Millionen Dollar (rund 20 Millionen Euro).

Das Geld ist nach Angaben der US-Regierung für sogenannte „nicht-tödliche“ Ausrüstung bestimmt, darunter Medizin und Kommunikationstechnik.

Washington stellt zudem 64 Millionen Dollar für humanitäre Hilfe durch die Vereinten Nationen und anderen Gruppen zur Verfügung. Die USA fordern den syrischen Machthaber Baschar al-Assad zum Rückzug auf.

Kommentare (9)

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02.08.2012, 02:06 Uhr

Allmählich kommen Berichte von Kriegsverbrechen der Rebellen 'raus:
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Heavy gunfire from Kalashnikov assault rifles erupts, after which the camera shows a pile of bodies by the wall.

One of the men killed has been identified as Ali Zeineddin al-Berri, known as Zeno, accused of leading a pro-regime shabiha militia group which killed 15 FSA fighters during a truce in Aleppo on Tuesday.

Clive Baldwin, a senior legal adviser for Human Rights Watch (HRW), told the BBC: "What it looks like is execution of detainees and if that is the case, that would be a war crime."
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http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-19084287

Und das sind ziemlich klare Beweise - bei den den von den USA und ihren Terroristen vorgeführten "Massakern des Assad-Regimes" hingegen sind sowohl die Umstände der Tötungen wie die Täter (?) weitgehend unklar.

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Die Kriegshetzer des Obama-Regimes werden sich aber an Fakten nicht weiter stören, und über die Saudis weiter die Rebellen finanzieren und bewaffnen.

PeterPen

02.08.2012, 02:21 Uhr

Die engen Häuserschluchten Aleppos sind natürlich ideal für die Terroristen. Wenn die syrischen Truppen intensiv bomben werden die Systemmedien Krokodilstränen für die arme Zivilbevölkerung vergießen. Lassen sich die syrischen Truppen auf einen Häuserkampf ein, dann wird es sehr verlustreich.

Es ist klar, dass hinter dem Ganzen Strategie steckt, die wohl vom Obama-Regime ausgeheckt wurde: man will kurz vor einer Wahl mit einem erfolgreichen Menschenrechtsfeldzug wider das Monster Assad punkten. Sieht so aus, als würde es funktionieren.

Assad ist sicher kein Chorknabe, aber die tiefe Verlogenheit des "Westens", und die Skrupellosigkeit mit der das Obama-Regime Zivilisten über die Klinge springen lässt sind auch widerwärtig.

ulrich1947

02.08.2012, 06:44 Uhr

es ist schon erschreckend was die usa und ihre alles glaeubigen freunde da anrichten. man hat keine skrupel die sogenannten freiheits kaempfer mit geldmittel zu unterstuetzen, auf das diese immer mehr waffen fuer die freiheit!?? kaufen koennen. das da al kaida kraeftig mit kaempft, was solls! scheinen auf einmal fuer den westen eine gute demokratische organisation zu sein. und die deutsche presse zum teil kann man gar nicht hinschauen ohne das man gaensehaut bekommt.

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