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25.07.2012

07:41 Uhr

Rebellen

Regierung schickt Truppen nach Aleppo

In Syrien gibt es weiter heftige Kämpfe. Das Regime schickt neue Truppen nach Aleppo. Die Angst vor Chemiewaffen ist groß. Die Opposition soll sich Gedanken über eine Übergangsregierung machen, meint Hillary Clinton.

US-Außenministerin Hillary Clinton. AFP

US-Außenministerin Hillary Clinton.

DamaskusIn Syrien wird weiter heftig gekämpft. Die Rebellen sollen die Verstärkung der Regierungstruppen angreifen, die auf dem Weg nach Aleppo sei, erklärte ein Sprecher der Freien Syrischen Armee dem US-Nachrichtensender CNN am Mittwoch. Das Regime habe etwa 2000 voll ausgerüstete Soldaten mit Panzern und Artillerie aus Idlib abgezogen und nach Aleppo in Marsch gesetzt, meinte der Sprecher.

Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter und Rebellen meldeten bereits am Dienstag schwere Gefechte in Teilen Aleppos. Kampfhubschrauber und Panzer beschossen diesen Angaben zufolge Vorstädte der Millionenmetropole, in denen die Aufständischen in den vergangenen Tagen die Kontrolle übernommen hatten. Zuvor hatten die Regimetruppen bereits Viertel der Hauptstadt Damaskus zurückerobert. Das Staatsfernsehen berichtete, der größte Teil der Hauptstadt sei wieder unter Kontrolle der Regierung.

Syrische Regierungstruppen schossen nach Angaben von Aktivisten in der nordwestlichen Stadt Hama in eine Menge von Gläubigen. Diese wollten am Dienstagabend zum Ramadan-Gebet eine Moschee betreten, hieß es. Dabei seien 25 Menschen getötet und mindestens zehn weitere verletzt worden, sagte ein syrischer Aktivist aus dem Norden Libanons der Nachrichtenagentur dpa.

US-Außenministerin Hillary Clinton forderte die Opposition auf, sich auf die Zeit nach dem Ende des Assad-Regimes vorzubereiten. Clinton sagte am Dienstag in Washington, die Opposition müsse damit beginnen, eine Übergangsregierung aufzubauen. Die USA wünschten sich ein „demokratisches, friedliches und pluralistisches“ Syrien sagte die Außenministerin.

Der geflüchtete Brigadegeneral Manaf Tlass rief seine Landsleute zum Aufbau eines „demokratischen und freien Syrien“ auf. Bei seinem ersten Auftritt im Fernsehen nach seiner Flucht bekannte sich Tlass als Deserteur und mahnte die Syrer am Dienstag im arabischen Sender Al-Arabija zur Geschlossenheit.

Unterdessen sagte sich nach Angaben des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira die syrische Geschäftsträgerin in Zypern, Lamia al-Hariri, vom Regime los. Der abtrünnige frühere Botschafter Syriens in Schweden, Bassam Imadi, sagte dem Sender, das Überlaufen der Diplomatin sei wichtig, weil al-Hariri die Nichte des Vizepräsidenten Faruk al-Scharaa sei.

Israel sieht in dem syrischen Chemiewaffen-Arsenal eine Bedrohung und warnt vor einer militärischen Eskalation. Sollten chemische Kampfmittel in die Hände der islamistischen Hisbollah gelangen, sei sein Land zum Krieg bereit, sagte Israels Außenminister Avigdor Lieberman am Dienstag in Brüssel. „In dem Moment, wo wir sehen, dass die Syrer chemische und biologische Waffen an die Hisbollah geben, ist das eine rote Linie für uns und aus unserer Sicht ist das ein klarer Casus Belli (Kriegsgrund).“ Sein Land hoffe für diesen Fall auf das Verständnis der internationalen Gemeinschaft.

Kommentare (2)

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25.07.2012, 08:19 Uhr

Sein Land hoffe für diesen Fall auf das Verständnis der internationalen Gemeinschaft.
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Das haben sie !!! Bisher feuerte die Hamas mit Grad-Raketen (Katjuschas),Kalaschikows usw. bekommen sie nicht konventionelle Waffen in die Hand (in diesem Fall Chemisch/Biologisch) werden sie sie auch die gegen Israel einsetzen , das muss schon in der Vorbereitungsphase verhindert werden !
Israel sollte nicht zögern und entschlossen gegen diese Gefahr vorgehen !!!

Account gelöscht!

25.07.2012, 08:26 Uhr

Aufklärung über die Ziele der "Rebellen"

Israel wird von syrischer Seite aus weiterhin als ein Feindstaat betrachtet werden. Der syrische Oppositionsführer Burhan Ghalioun sagte gegenüber einer saudi-arabischen Zeitung, dass Israel “der Hauptfeind der syrischen Revolution ist”, und er beschuldigte Jerusalem, Assads “stärkster Verbündeter” zu sein.

http://aro1.com/israel-bleibt-ein-feind-sagt-syrischer-rebellenfuehrer/

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