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03.01.2014

14:52 Uhr

Rebellen rücken vor

Südsudan-Gespräche starten

Jetzt wird über Frieden im Südsudan geredet. Aber unter einem guten Stern beginnen die Gespräche nicht: Die Rebellen wollen weiter vorrücken. Ob die Verhandlungen Erfolg haben werden, ist ungewiss.

Soldaten der südsudanesischen Armee. Die Welthungerhilfe teilte am Freitag mit, dass mehr als 600 000 Menschen direkt oder indirekt von den Kampfhandlungen betroffen seien. dpa

Soldaten der südsudanesischen Armee. Die Welthungerhilfe teilte am Freitag mit, dass mehr als 600 000 Menschen direkt oder indirekt von den Kampfhandlungen betroffen seien.

Addis Abeba/JubaNach fast drei Wochen schwerer Gewalt im Südsudan haben die Konfliktparteien in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba indirekte Friedensgespräche begonnen. Gleichzeitig kündigten die Rebellen aber einen Marsch auf die Hauptstadt Juba an. Beobachter befürchteten am Freitag, dass sich die Delegationen des Präsidenten Salva Kiir und des Rebellenführers Riek Machar bei den Verhandlungen kaum auf eine Waffenruhe einigen können.

Am Freitag trafen sich die beiden Delegationen zunächst getrennt mit Vertretern der ostafrikanischen Regionalorganisation IGAD, die als Vermittler agiert. „Die direkten Verhandlungen werden am Samstag oder Sonntag beginnen“, sagte der Sprecher der Rebellendelegation, Yohanes Pouk, der Nachrichtenagentur dpa.

Im Südsudan toben seit Mitte Dezember schwere Kämpfe, die auch ethnische Hintergründe haben. Zuvor war es zu einem Machtkampf zwischen Kiir und seinem im Juli aus dem Amt entlassenen Stellvertreter Machar gekommen. Schwere Kämpfe gab es vor allem in den ölreichen Bundesstaaten Jonglei und Unity. Am Mittwoch hatte Kiir den Ausnahmezustand über die beiden Regionen verhängt.

Die USA verringerten das Personal ihrer Botschaft in Juba und empfahlen ihren Bürgern „dringend“, das Land zu verlassen. Das Außenministerium begründete dies am Donnerstag (Ortszeit) mit „der sich verschlechternden Sicherheitslage“. Diesen Samstag werde die Botschaft ihre Konsulardienste einstellen. US-Bürgern wurde ein Evakuierungsflug angeboten. Die USA würden die internationalen Bemühungen um eine Beendigung der Gewalt unterstützen, hieß es.

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Kurz vor Ablauf des Ultimatums haben sich die Konfliktparteien im Südsudan auf einen Waffenstillstand geeinigt. Präsident Kiir und Rebellenführer Machar wollen Friedengespräche führen. Einen Zeitplan gibt es noch nicht.

Augenzeugen zufolge blieb es in Juba zunächst ruhig. Blauhelmsoldaten patrouillierten in den Straßen.

Die Verhandlungen finden in einem Luxushotel in Addis Abeba statt. Hier wurden in vergangenen Jahren bereits die Friedensgespräche mit dem nördlichen Nachbarn Sudan abgehalten, von dem sich der Südsudan 2011 nach einem 20-jährigen Bürgerkrieg abgespalten hatte. Trotz Unabhängigkeit und Ölreichtums leben die meisten Menschen weiter in tiefster Armut.

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