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29.02.2012

15:03 Uhr

Rebellenhochburg

Syrische Armee startet Bodenoffensive in Homs

Das syrische Regime geht immer härter gegen Aufständische in der umkämpften Stadt Homs vor. Die Armee spricht von einer „Säuberung“ Haus für Haus. Mit einer neuen Resolution wollen die USA den Druck auf Assad erhöhen.

Anwohner stehen in einem zerstörten Haus im nordsyrischen Sarmin. dapd

Anwohner stehen in einem zerstörten Haus im nordsyrischen Sarmin.

DamaskusDie syrische Armee hat ihre Angriffe auf die seit Wochen unter Beschuss stehende Rebellenhochburg Homs deutlich ausgeweitet. Wie am Mittwoch aus Sicherheitskreisen in Damaskus verlautete, startete die Armee am Dienstagabend eine Bodenoffensive im Viertel Baba Amr. Die USA bemühten sich derweil nach Angaben von UN-Diplomaten um einen neuen Entwurf für eine Syrien-Resolution im UN-Sicherheitsrat.

Der Bereich von Baba Amr sei „unter Kontrolle“, sagte ein Vertreter der syrischen Sicherheitsbehörden. „Die Armee hat bereits eine Säuberung Block für Block, Haus für Haus vorgenommen, und jetzt durchforsten die Soldaten jeden Keller und jeden Tunnel auf der Suche nach Waffen und Terroristen“, erklärte der Beamte. Es gebe „nur noch einige wenige Widerstandsnester“.

Homs steht seit mehr als drei Wochen unter Beschuss. Aktivisten hatten zuvor von einer Verstärkung der Regierungstruppen durch eine Eliteeinheit der gefürchteten vierten Armeedivision des Generals Maher al-Assad berichtet, was vermuten lasse, dass der „finale Angriff“ auf Homs bevorstehe. Nach Angaben der aus Deserteuren bestehenden Freien Syrischen Armee ist die Stadt komplett von der Außenwelt abgeriegelt.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von Kämpfen zwischen Armee und Deserteuren in Baba Amr sowie von Explosionen und Schüssen in weiteren Stadtteilen. Der Aktivist Hadi Abdallah vom Syrischen Revolutionsausschuss (SRGC) sagte, neben Baba Amr seien auch die Stadtteile Chaldije und al-Bajjada bombardiert worden. Als Folge des Beschusses sei der Strom ausgefallen, hieß es auf der Facebookseite „Syrian Revolution 2011“.

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