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01.07.2011

07:12 Uhr

Rede im TV

Hugo Chavez an Krebs erkrankt

Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat Gerüchten über seinen Gesundheitszustand ein Ende bereitet. Im Fernsehen räumte er ein, dass ihm ein Krebsgeschwür entfernt worden sei. Chavez hält sich seit Wochen auf Kuba auf.

Hugo Chavez während seiner Rede im venezolanischen TV. Quelle: dapd

Hugo Chavez während seiner Rede im venezolanischen TV.

Havanna/CaracasGenau drei Wochen nach seiner Operation in Havanna hat sich Venezuelas Staatschef Hugo Chávez erstmals wieder im Fernsehen gezeigt. In einer Rede an das venezolanische Volk räumte der 56-jährige Präsident in der Nacht zum Freitag ein, dass die Ärzte ihm auf Kuba auch ein Krebsgeschwür entfernt hätten. Er sei zunächst am 10. Juni an einem Abszess in der Beckengegend operiert worden. Danach habe man ein Krebsgeschwür entdeckt, das aber ganz entfernt worden sei. Jetzt sei er weiter in Behandlung, um die verschiedenen bösartige Zelltypen in seinem Körper zu bekämpfen.

Ein konkretes Datum für eine Rückkehr nach Venezuela nannte Chávez in der vom Fernsehen und Radio übertragenen Ansprache nicht. Während der Rede stand Chávez an einem Holzpult mit zwei Mikrofonen. An der Wand hinter ihm war ein großes Porträt des südamerikanischen Freiheitshelden Simón Bolivar angebracht. An seiner rechten Seite war die Nationalflagge Venezuelas zu sehen. Chávez, der am Sonntag insgesamt vier Wochen außer Landes ist, räumte ein, er habe seit einigen Jahren keine ärztlichen Checks gemacht. Dies sei ein Fehler gewesen.

Trotz seiner Erkrankung zeigte er sich kämpferisch. „Jetzt und für immer - wir werden leben und siegen“, sagte Chávez, der in den vergangenen Tagen von Havanna aus auch Regierungsaufgaben ausübte und Finanzmittel für Industrieprojekte freigab. Zuletzt kursierten allerdings immer mehr Gerüchte über seinen Gesundheitszustand. Die Regierung in Caracas hatte stets betont, Chávez sei auf dem besten Wege der Genesung.

Vor zwei Tagen wurde in Venezuela und Kuba ein Video ausgestrahlt, das Chávez plaudernd mit Kubas Revolutionsführer Fidel Castro in einem Garten zeigte. Bis dahin hatte er sich nur einmal in einem Telefoninterview direkt zu Wort gemeldet. Chávez hatte Venezuela am 5. Juni verlassen und war zunächst nach Brasilien und Ecuador geflogen. Am 8. Juni traf er dann auf der letzten Station seiner Reise auf Kuba ein, wo er sich seitdem aufhält.

Von

dpa

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