Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.09.2011

18:36 Uhr

Rede vor der UN

Obama erteilt Palästinensern eine Abfuhr

Präsident Barack Obama legt vor der UN einen geschmeidigen Auftritt hin - doch für die Palästinenser ist seine Rede ein herber Dämpfer.

US-Präsident Barack Obama vor den Vereinten Nationen in New York. AFP

US-Präsident Barack Obama vor den Vereinten Nationen in New York.

New YorkUS-Präsident Barack Obama hat Israel und die Palästinenser zu einem neuen Kraftakt für einen Frieden im Nahen Osten aufgefordert. Beide Seiten sollten dabei mehr Kompromissbereitschaft zeigen, sagte Obama zum Auftakt der UN-Generaldebatte am Mittwoch in New York.

Dem Vorstoß der Palästinenser zur Anerkennung eines eigenen Staates in den Vereinten Nationen erteilte der US-Präsident erneut eine klare Absage. „Echter Frieden kann ausschließlich von Israelis und Palästinensern erzielt werden“, sagte er. Obama betonte dabei das Sicherheitsbedürfnis Israels, aber auch das Recht der Palästinenser auf ihren Staat.

Zugleich plädierte Obama für Sanktionen des Weltsicherheitsrates gegen Syrien. „Wir müssen mit einer Stimme sprechen. Es gibt keine Entschuldigung für Untätigkeit.“

Bundesaußenminister Guido Westerwelle begrüßte den Appell von Obama. „Auch wir sind der Überzeugung, dass wir eine Zwei-Staaten-Lösung auf dem Verhandlungsweg erreichen sollten“, sagte Westerwelle. „Einen dauerhaften Frieden wird es über Verhandlungen geben und nicht über Konfrontationen.“

Die größte Generaldebatte in der 66-jährigen Geschichte der Vereinten Nationen dauert eine Woche. 200 Redner stehen auf der Liste, 193 Staaten nehmen teil. Westerwelle spricht erst am Montag. Mit der brasilianischen Staatspräsidentin Dilma Rousseff eröffnete erstmals eine Frau die Debatte.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

BrutaloNeinDanke

21.09.2011, 19:04 Uhr

Schlussfolgerung: Wenn wir demnächst sehen wie ein hilfloser Mann am Bahnhof von einem Brutalo zusammengeschlagen wird, dann raten wir ihm sich gefälligst mit dem Brutalo zu einigen. Hilfe kann er nicht von uns erwarten.
Beschämende Ethik, die uns die Politik vorlebt.

Free_Palistina

21.09.2011, 21:01 Uhr

Für alle die es noch nicht wussten - durch einen Freund der in der UN arbeitet weiß ich von sicherer Quelle, dass die Israelis im Vorfeld erheblich Stimmung gegen die Palistinänser machten. "Erheblich Stimmung" ist ein von mir gewählter Begriff der das ganze Spektrum an unmöglichen beinhaltet.

Soviel zur komischen Haltung einiger Veto-Staaten...

Alle wissen bescheid über die Situation im Gazastreifen - doch noch schweigen die meisten. Doch auch einige finden langsam Mut gegen diese unmenschliche Ungerechtigkeit vorzugehen.

Ganz nebenbei verkennt Israel hier den Vorteil der Annerkennung von einem Palistina-Staat: Es würde respekt in der Welt wieder verschaffen

Recht_fuer_alle

21.09.2011, 23:53 Uhr

Ihre Kommentare sind doch genauso ekelhaft und einseitig. Also fassen Sie sich mal selbst an die Nase. Einige Kommentare gegen "die" Juden finde ich allerdings auch nicht okay, zumal die israelische Rechte kaum noch aus wirklichen Juden besteht, die meisten sind osteuropäische Konvertiten. Aber der hier und anderwo verbreitete Rassismus gegen die Palästinenser, von denen viele mehr jüdisches Blut in ihren Adern haben als mancher Israeli, finde ich genauso zum Abschütteln. Also Spielregeln beachten und sachlich bleiben. Sie sind das nicht, und intellektuell stumpf ist Ihr Messer auch.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×