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24.07.2012

22:43 Uhr

Rede vor Veteranen

Mitt Romney skizziert seine Außenpolitik

VonAstrid Dörner

Von Einschnitten im Militärhaushalt bis zu Atomwaffen-bauenden „Ayatollahs in Teheran“: Mit seiner Rede vor US-Veteranen ging der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney sein Manko bei der Außenpolitik an.

Vor seiner Rede begrüßt der Präsidentschaftskandidat Mitt Romney einen Veteranen. AFP

Vor seiner Rede begrüßt der Präsidentschaftskandidat Mitt Romney einen Veteranen.

New YorkTrotz der vielen Kritik: Mitt Romneys Erfahrung als „Heuschrecke“ bei der Private-Equity-Firma Bain Capital wird von vielen US-Wählern geschätzt. Eine gestern veröffentlichte Umfrage von NBC und „Wall Street Journal“ zeigt: 43 Prozent der befragten Amerikaner glauben, dass der republikanische Präsidentschaftskandidat bessere Ideen hat, um die wirtschaftlichen Probleme zu lösen. Präsident Barack Obama, ein Demokrat, kommt nur auf 36 Prozent.

Bei allen anderen Bereichen liegt der amtierende Präsident dagegen vorn – etwa in der Frage, wer sich besser für die Belange der gebeutelten Mittelschicht einsetzen wird und wer als „Commander in Chief“ das Militär besser führen kann.

Am Dienstag adressierte Romney sein Defizit in der Außen- und Verteidigungspolitik. In einer Rede vor der Veteranenvereinigung Veterans of Foreign Wars (VFW) griff er Obama scharf an für die tiefen Einschnitte, die dem US-Militär nächstes Jahr drohen könnten. Sie würden die Einsatzfähigkeit der Armee „deutlich reduzieren und unsere Fähigkeit einschränken, Bedrohungen zu begegnen“, kritisierte Romney vor der republikanisch tendierenden Organisation, der rund zwei Millionen Mitglieder angehören.

Beide Parteien hatten sich im vergangenen Jahr auf die tiefen Einschnitte im Verteidigungshaushalt geeinigt. Sie treten jedoch nur in Kraft, wenn sich Demokraten und Republikaner bis nächstes Jahr nicht auf einen gemeinsamen Plan zum Schuldenabbau verständigen.

Die Rede bereitet Romneys Auslandsreise nach Großbritannien, Israel und Polen vor, wo er sich in den nächsten sechs Tagen aufhalten wird. Vor den Veteranen skizzierte Romney Eckpfeiler seiner Außenpolitik, sollte er Anfang November zum nächsten Präsidenten gewählt werden.

Für den ehemaligen Gouverneur aus Massachusetts ist es ein zentrales Anliegen, die Beziehungen zu Israel zu verbessern. Das Land sei „eines unserer besten Freunde“, sei unter der Obama-Regierung jedoch „schäbig“ behandelt worden, sagte Romney. Zudem sprach er sich für eine härtere Haltung gegenüber China aus. Im Streit um Währungsmanipulationen und dem Schutz von geistigem Eigentum habe Obama nicht hart genug durchgegriffen.

Die Aussicht, dass „Ayatollahs in Teheran die Fähigkeit für den Bau von Nuklearwaffen“ erlangen könnten, bezeichnete Romney als die derzeit größte Gefahr für die Welt.
Konkrete außenpolitische Pläne verkündete Romney gestern jedoch nicht. Obamas Demokraten kritisierten, Romney würde sich hinter Platitüden verstecken, statt konkrete Vorschläge zu benennen.

Romneys Berater hatten im Vorfeld bereits betont, dass es bei seiner Auslandsreise nicht darum gehe, konkrete Schritte vorzustellen. Stattdessen wolle der Präsidentschaftskandidat eher „lernen und zuhören.“

Kommentare (4)

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24.07.2012, 23:10 Uhr

"Lernen & zuhören" allein, mir fehlt der Glaube!

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25.07.2012, 02:23 Uhr

das letzte lernen der des george W. bush kostete nicht nur viel geld sondern auch viele leben. und jetzt will wieder ein republikaner in der praxis lernen?

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25.07.2012, 06:58 Uhr

Gewählt wird im herbst .
Romney trifft den Nerv der Amerikaner , Wirtschft (die Obama sträflich vernachlässigte ) ist in USA ein Zentrales Thema , ebenso wie der Atombombenbau der Perser .
Aber wie gesagt , gewählt wird im herbst und Obama wird sich ordentlich "anziehen" müssen um da noch was gewinnen zu können !

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