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25.01.2012

07:01 Uhr

Rede zur Lage der Nation

Obamas Blaupause für Amerika

VonNils Rüdel

Offiziell war es die Rede zur Lage der Nation - doch vor allem war es ein gigantischer Wahlkampfauftritt: US-Präsident Obama macht die Gerechtigkeit zu seinem großen Thema. Er sparte nicht mit harschen Worten.

Obama: Kampf für gerechteres Amerika

Video: Obama: Kampf für gerechteres Amerika

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WashingtonBarack Obama schaltet auf Wahlkampf: In seiner Rede zur Lage der Nation forderte der US-Präsident am Dienstagabend mehr Gerechtigkeit und einen höheren Beitrag der Wohlhabenden. Man dürfe sich nicht damit abfinden, dass es „einer kleiner werdenden Gruppe sehr gut geht, während eine größer werdende Gruppe gerade so durchkommt“, sagte Obama vor beiden Kammern des Kongresses. Nötig sei stattdessen eine Wirtschaft, „in der jeder seine Chance bekommt, jeder seinen fairen Anteil leistet und jeder nach denselben Regeln spielt“.  

Die alljährliche „State Of The Union“-Rede, bei der es offiziell um die Lage und Zukunft des Landes geht, hat in diesem Jahr eine besondere Brisanz. Im November stellt sich Obama zur Wiederwahl, und die Gelegenheit, bei einer einzigen Rede die Aufmerksamkeit von geschätzten 50 Millionen Zuschauern zu bekommen, ist rar. Angesichts einer noch immer schwachen Wirtschaft und einer hohen Arbeitslosigkeit liegen seine Zustimmungsraten dauerhaft unter 50 Prozent.

Deshalb nutzte der Präsident den Dienstagabend, um seine Botschaft unters Volk zu bringen. Sie lautet: Kampf für die Mittelschicht, mehr Fairness, mehr Bildung, mehr Aufstiegschancen. Es gehe um nichts weniger, als den Amerikanischen Traum zu erhalten. „Keine Herausforderung ist dringender. Keine Debatte ist wichtiger.“

Und so forderte der Präsident unter anderem einen Mindeststeuersatz von 30 Prozent für jene, die mehr als eine Million Dollar im Jahr verdienen. „Sie können das Klassenkampf nennen, aber für die meisten Amerikaner ist es einfach gesunder Menschenverstand“, sagte Obama an die Adresse seiner Kritiker von der Republikanischen Partei. So werde sich der gigantische Schuldenberg von 16 Billionen Dollar verringern lassen. Jeder müsse daran seinen „fairen Anteil“ leisten.

Es dürfe nicht sein, dass Wohlhabende „durch Steuerschlupflöcher“ prozentual weniger Steuern zahlten als Menschen mit niedrigeren Einkommen, sagte Obama. Glücklicher Zufall für ihn: Am Vortag hatte sein Herausforderer, Präsidentschaftskandidat Mitt Romney, seine Steuerbescheinigung veröffentlicht. Er zahlte demnach 2010 knapp 14 Prozent auf ein 21-Millionen-Dollar-Einkommen. Der Durchschnittsverdiener zahlt 35 Prozent.

Kommentare (12)

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Karlfred

25.01.2012, 08:16 Uhr

Lügen und Propaganda....
Ein Kenianer als Messias.....
Und die Menschen schlafen weiter und hören sich all diesen Mist an.....
Das ist so armselig

Account gelöscht!

25.01.2012, 08:26 Uhr

Dass die Leute in Amerika diesen Lügner nicht gleich mit Dung beschmeißen, und ihn aus jedem Saal schmeißen, wenn er reden will. Wieder große Versprechungen, wobei er schon den Schuldigen für das Scheitern seiner verlogenen Versprechungen hat. Er redet von Gerechtigkeit, wo Menschen auf offener Straße von Polizisten erschossen werden. : http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2012/01/ein-leben-in-den-usa-ist-nichts-wert.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+SchallUndRauch+%28Schall+und+Rauch%29
Wo Arbeiter bei Streiks vom bewaffneten Militär bedroht werden, um Lohnkürzungen und andere Beschneidungen durchzusetzen. Wenn schon über dieses Land berichtet wird, dann bitte die Wahrheit und nicht immer die Schönfärberei der Reden einer Marionette der Finanzeliten. Das sind nur Beruhigungspillen für das dumme Volk. Wer sich im Land umschaut, sieht andere Realitäten.

Account gelöscht!

25.01.2012, 08:27 Uhr

Dass die Leute in Amerika diesen Lügner nicht gleich mit Dung beschmeißen, und ihn aus jedem Saal schmeißen, wenn er reden will. Wieder große Versprechungen, wobei er schon den Schuldigen für das Scheitern seiner verlogenen Versprechungen hat. Er redet von Gerechtigkeit, wo Menschen auf offener Straße von Polizisten erschossen werden. : http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2012/01/ein-leben-in-den-usa-ist-nichts-wert.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+SchallUndRauch+%28Schall+und+Rauch%29
Wo Arbeiter bei Streiks vom bewaffneten Militär bedroht werden, um Lohnkürzungen und andere Beschneidungen durchzusetzen. Wenn schon über dieses Land berichtet wird, dann bitte die Wahrheit und nicht immer die Schönfärberei der Reden einer Marionette der Finanzeliten. Das sind nur Beruhigungspillen für das dumme Volk. Wer sich im Land umschaut, sieht andere Realitäten.

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