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24.01.2012

19:30 Uhr

Rede zur Lage des Präsidenten

„Yes we can“ - Teil zwei

VonNils Rüdel, Markus Ziener

Dieses Mal geht Obama mit dem Amtsbonus in den Wahlkampf. Doch Jobkrise und Zukunftsängste haben den US-Präsidenten in die Defensive gedrängt. In der Rede zur Lage der Nation will er seine alte Botschaft neu definieren.

US Präsident Barack Obama während einer Rede. AFP

US Präsident Barack Obama während einer Rede.

New YorkEs ist die ganz große Bühne. Auf dem Hügel des Kapitols, vor respektvoll applaudierenden Abgeordneten und erwarteten gut 50 Millionen Fernsehzuschauern, wird US-Präsident Barack Obama heute zur Primetime in den USA seine „State Of The Union“ halten, die Rede zur Lage der Nation. Selten bekommt der Präsident so viel Aufmerksamkeit. Wie kleinkariert werden dagegen die Auftritte der republikanischen Herausforderer wirken, die derzeit streitend durch den Vorwahlkampf trampeln.

Offiziell geht es bei der alljährlichen Rede um den Zustand des Landes. Doch mindestens genauso sehr geht es um Obama selbst – eine Rede zur Lage des Präsidenten. Er muss klarmachen, warum es für die Amerikaner das Beste wäre, wenn er auch noch die nächste State Of The Union halten würde. 2013, nach den Präsidentschaftswahlen im November dieses Jahres.

Deshalb muss Obama heute ein Kunststück schaffen: Wahlkampf machen, ohne Wahlkampf zu machen. Denn die Gegner werfen ihm nur zu gerne vor, statt zu regieren nur an seine Wiederwahl zu denken und die Probleme der Nation zu ignorieren. „Das ist erbärmlich“, kommentierte John Boehner, mächtiger Sprecher des Repräsentantenhauses schon mal vorab.

Das Volk, zu dem Obama sprechen wird, ist tief verunsichert: Die Arbeitslosigkeit ist mit 8,5 Prozent noch immer viel zu hoch, die Mittelschicht bröckelt ab, der Häusermarkt liegt noch immer am Boden, die Schulden türmen sich – und Hoffnung ist rar. Das sind die Themen, auf die es bei der Wahl ankommen wird. Es sind aber auch die Themen, bei denen Obama nicht viel zu bieten hat, zumindest für einen Wahlkampf. Seine Zustimmungsraten dümpeln seit Monaten unter 50 Prozent.

Der Präsident wird sich deshalb heute als Verfechter der Mittelklasse verkaufen, die von der wirtschaftlichen Misere, aber auch von der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich besonders betroffen ist. Er wird über höhere Steuern für Reiche sprechen, über Bildung für Arme, Hilfen für Firmen, die Jobs schaffen und neue Programme für überschuldete Hausbesitzer.

„Ich werde eine Blaupause vorlegen für eine Wirtschaft, die beständig ist“, kündigte der Präsident am Samstag in einer Videobotschaft an. „Eine Wirtschaft, die für jeden da ist, nicht nur für die wenigen Reichen“. Die State Of The Union soll an seine Rede vergangenen Monat in Kansas anknüpfen. Damals hatte er, von Anhängern sehnlichst erwartet, auf Angriff geschaltet. Es gelte ein Amerika zu erschaffen, „in dem jeder eine faire Chance bekommt, jeder einen fairen Beitrag leistet und jeder nach denselben Regeln spielt“.

Kommentare (8)

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touspourun

24.01.2012, 20:21 Uhr

Obama ist wie der Manager von Burger King. Wenn die Pommes zu kalt sind oder der Kaffee zu heiß darf man zur Kasse gehen und sich beim Manager des Restaurants beschweren. Er verspricht dann Besserung. Aber niemals wird man an die Eigentümer der Kette rankommen, die die gesamte Architektur erschaffen haben, die Finanz Elite. Obama ist ein notorischer Lügner, Hauptsponsor seines Wahlkampfs war Goldman Sachs. Ihm gegenüber steht der totale Schwachsinn (mehr Kriege, mehr Geld für Finanzbetrüger, Abbauen der letzten Resten des Sozialstaats, usw...) der Republikaner als politischen Gegner gegenüber. Es gibt keine Wahl, die USA sind heute de facto ein Schatten dessen was wie Sie Mal waren. Mit Freiheit hat das aber nichts mehr zu tun. Fakten? De facto hat der Iran, Uganda, Nicaragua, Russland oder China eine ausgewogenere Einkommensverteilung als die USA. Besser auf den Iran zu zeigen statt auf die Scherbenhaufen dieses Systems, die Medien in diesem Land (CSB, ABC, Fox und Cartoon News Network) sind der absolute Witz.

mono

24.01.2012, 21:31 Uhr

Obama war schlimmer als Bush weil er den Amerikanern und der Welt Hoffnung gegeben hat, um Sie dann auf ganzer Linie zu enttäuschen. Bei Bush wusste man wenigstens, der Mann ist ein menschenverachtender Kriegstreiber und Lobbyist, da waren die Rollen klar verteilt.

Wenn es jemals einen US-amerikanischen Präsidenten gegeben hat der es verdient hat in die Wüste geschickt zu werden , dann ist es der unsägliche Barack Obama.

Tim

24.01.2012, 21:54 Uhr

Bei den Amis ist einst klar. Egal wer da vorne steht, wird er weiterhin Manifest Destiny verfolgen. Die Europäer sind die Dummen, die dem Mann den Nobelpreis gegeben haben.

Kein anderer Friedensnobelpreisträger hat so viele Menschen getötet. Inklusive, live im Fernsehen eine Exekution angeordnet.

Die EU sollte einfach raus aus dem NATO.

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