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12.03.2013

07:35 Uhr

Referendum

Falkländer wollen Briten bleiben

Die Bewohner der Falklandinseln wollen bei Großbritannien bleiben. Bei einem Referendum stimmten 98,8 Prozent der Bewohner mit „Ja“. Argentinien, das die Inseln ebenfalls beansprucht, hält die Abstimmung für „illegal“.

„We stay”

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LondonDie Bewohner der Falklandinseln haben sich in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit für einen Verbleib bei Großbritannien ausgesprochen. 98,8 Prozent stimmten mit Ja, wie Behördenvertreter in der Nacht zu Dienstag in der Hauptstadt Port Stanley mitteilten. Argentinien, das die Inselgruppe ebenfalls beansprucht, hatte die Abstimmung bereits im Vorfeld als „illegal“ deklariert.

Die Falklandinseln sind zwischen Argentinien und Großbritannien umstritten, die deswegen 1982 einen Krieg mit hunderten Toten führten. Den offiziellen Angaben zufolge lag die Wahlbeteiligung bei rund 92 Prozent – stimmberechtigt waren genau 1672 Menschen. Es habe drei Nein-Stimmen gegeben. Internationale Beobachter sprachen von einer „freien, fairen und technisch einwandfreien“ Abstimmung.

Nur vier Inselbewohner stimmten mit „Nein“. dpa

Nur vier Inselbewohner stimmten mit „Nein“.

Auf der Inselgruppe feierten die Menschen das Ergebnis frenetisch. „Hier ist soviel Lärm, es ist riesig“, sagte Barry Elsby vom Lokalparlament am Telefon. Hunderte Menschen feierten vor der Kirche, sängen und schwenkten Flaggen, berichtete Elsby. Die Abstimmung wurde von den Falklandbewohnern selbst in die Wege geleitet, an seinem Ausgang hatte kein Zweifel bestanden.

Der britische Außenminister William Hague begrüßte den Ausgang des Referendums. Alle Länder sollten die Ergebnisse akzeptieren und die Inselbewohner bei der Entwicklung ihrer Heimat und ihrer Wirtschaft unterstützen, erklärte Hague.

Dagegen bekräftigte Argentinien, dass es das Referendum von Sonntag und Montag nicht anerkenne. Es handele sich um ein „rechtlich wertloses Manöver“, das nicht von den Vereinten Nationen überwacht worden sei, erklärte die argentinische Botschafterin in London, Alicia Castro. „Wir respektieren ihre Lebensweise, ihre Identität“, sagte Castro über die Bewohner der Falklandinseln. „Wir respektieren, dass sie weiter britisch sein wollen, aber das von ihnen bewohnte Territorium ist nicht britisch.“

Die 400 Kilometer vom argentinischen Festland entfernten Falklandinseln oder Islas Malvinas befinden sich seit 1833 unter Kontrolle Großbritanniens, nachdem die britische Kolonialmacht die Vertreter der argentinischen Behörden vertrieben hatte. Die argentinische Militärjunta hatte am 2. April 1982 die Invasion der von ihr beanspruchten Falklandinseln begonnen. Der bis zum 14. Juni andauernde Krieg endete für das südamerikanische Land mit einer Niederlage. 255 britische Soldaten starben, auf argentinischer Seite gab es 649 Tote.

Von

afp

Kommentare (13)

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Account gelöscht!

12.03.2013, 08:13 Uhr

Britische Bürger haben also abgestimmt,ob sie Briten sind.Ist lustig.

Wolfsfreund

12.03.2013, 08:35 Uhr

Können die Argentinier einfach mal die Klappe halten? Diese Großmannssucht ist ja fürchterlich. Seit 1833, also 180 Jahre lang, gehören die Falkland Inseln zu Großbritannien. 149 Jahre lang, bis zum Falkland-Krieg (1982) haben sich die Argentininier nicht dafür interessiert. Jetzt, wo's ggf. wirschaftlich interessant wird, erhebt man auf einmal Ansprüche, obwohl die Bevölkerung strikt dagegen ist.
Das ganze hat eine Qualität, als würden wir Deutsche Deutsch Südwest zurückfordern. Lächerlich? Natürlich, denn man kann den Verlauf der Geschichte nicht einfach zurückdrehen.
Sollten die Argentinier jedoch einen zweiten Falkland-Krieg anzetteln, dann gibt's eben wieder eines drauf. Denn ggf. legen die sich mit der gesamten NATO an, weil ein Angriff auf britisches Territorium ein Bündnisfall ist.

salpeter

12.03.2013, 09:13 Uhr

KLASSE Analyse "aus dem deutschen Wohnzimmer".

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