Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.05.2013

16:32 Uhr

Reform

EU schafft gesetzliche Pflicht zu Quartalsberichten ab

Börsennotierte Unternehmen in der EU sind ab 2015 gesetzlich nicht mehr verpflichtet, Quartalsberichte vorzulegen. Die EU sieht sie lediglich als überflüssige Bürokratie, die für den Anlegerschutz nicht notwendig sei.

Die gesetzliche Pflicht für Quartalsberichte bei börsennotierten Unternehmen in der EU entfällt ab 2015. dpa

Die gesetzliche Pflicht für Quartalsberichte bei börsennotierten Unternehmen in der EU entfällt ab 2015.

BrüsselBörsennotierte Unternehmen in der Europäischen Union müssen ab 2015 keine Quartalsberichte mehr vorlegen. Mit der Reform der Transparenz-Richtlinie werde die gesetzliche Pflicht dazu abgeschafft, erklärte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier am Donnerstag in Brüssel. Darauf hätten sich die Unterhändler der Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments jetzt geeinigt. Mit der Reform sollen Unternehmen einerseits zu mehr Transparenz verpflichtet werden, andererseits aber von überflüssiger Bürokratie entlastet werden. Als solche betrachtet die EU die Quartalsberichte. Für den Anlegerschutz seien sie nicht notwendig. Sie förderten außerdem kurzatmige Entscheidungen der Unternehmen und behinderten langfristige Investitionen.

Die Firmen können freiwillig natürlich weiterhin Quartalsberichte vorlegen. Verpflichtet wären sie aber nur noch zu halbjährlicher Information über die Geschäftsentwicklung.

Mehr Licht ins Dunkle will die EU beim indirekten Erwerb von Anteilen an einem Unternehmen bringen, um heimliche Übernahmen zu verhindern. Der Besitzt von Finanzinstrumenten wie zum Beispiel Aktienoptionen müsste ab den im nationalen Recht geltenden Schwellenwerten veröffentlicht werden. Die Richtlinie muss jetzt noch vom Plenum des EU-Parlaments und den Mitgliedstaaten formell verabschiedet und anschließend in nationales Recht umgesetzt werden. Das Gesetz greift daher voraussichtlich ab 2015.

Von

rtr

Kommentare (13)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

time

30.05.2013, 17:07 Uhr

Das Kapital regiert die Welt.
Ein Lobbyist in Brüssel kann mehr ausgeben als 10 Deutsche Familien im Jahr verdienen.

Account gelöscht!

30.05.2013, 17:16 Uhr

Gerade wurde wieder bei einem Artikel (FDP Diffamierung der AfD) vom HB die Kommentarzeile deaktiviert - ohne daß dies die Kommentare (bis auf einzelne einzeln korrigierbare Ausreißer) rechtfertigen würden.
Offenbar waren die Kommentare der Redaktion unbequem und diese Art der verstärkten Zensur ist seit 2-3 Wochen beim HB üblich (und offenbar auch sonst im deutschen Blätterwald). Der Anschein des offenen Dialogs mit den Lesern bröckelt immer mehr.

Zensur ist immer einer der letzten Maßnahmen eines untergehenden Systems (unbekannt)

RumpelstilzchenA

30.05.2013, 17:16 Uhr

Die Eurowürstchen werden immer verrückter!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×