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11.07.2013

10:39 Uhr

Reformen

Monti warnt Italien vor Rückschritten

ExklusivNach der Herabstufung von Italiens Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Standard & Poor's appelliert Mario Monti an seinen Nachfolger, an den Sparmaßnahmen nicht zu rütteln. Sein Credo: „Keinen Schritt zurück!“

Italiens Ex-Premierminister Mario Monti: Sein Nachfolger soll weiter sparen und nicht unter dem Druck der Kritiker einknicken. dpa

Italiens Ex-Premierminister Mario Monti: Sein Nachfolger soll weiter sparen und nicht unter dem Druck der Kritiker einknicken.

MailandItaliens Ex-Ministerpräsident Mario Monti fürchtet Rückschritte bei den Reformen zur Sanierung der Staatsfinanzen in seinem Land. „Ich fordere vor allem, keine Schritte zurück zu machen“, sagte Monti im Interview mit dem Handelsblatt. Das gelte etwa für die Rentenreform. Zudem müsse es am Arbeitsmarkt Fortschritte geben. Bei der Sanierung der Staatsausgaben müssten die Parteien dem Druck der öffentlichen Bediensteten standhalten. Seinen Nachfolger, Enrico Letta, beurteilte er insgesamt positiv. Allerdings beklagte er, dass unter Letta die zuvor geplante Mehrwertsteuererhöhung verschoben werden soll.

Montis Bündnis Scelta Civica (Bürgerliche Wahl) ist der kleine Partner in der von Letta geführten Regierungskoalition. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte gerade erst Italiens Kreditwürdigkeit zurückgestuft.

Monti nannte die Bedingungen für die aktuelle italienische Regierung nach den harschen „Notstandsmaßnahmen“ seiner eigenen Regierung „fast ideal“. Sie habe eine ausreichend große Unterstützung, um Strukturreformen durchzusetzen. Er sehe aber das Risiko, dass der Reformdruck nach dem Ende des EU-Verfahrens gegen das Land wegen seines überhöhten Defizits nachlasse.

Von

kk

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

11.07.2013, 10:05 Uhr

Rennt der immernoch frei herum?

Account gelöscht!

11.07.2013, 10:59 Uhr

Weshalb werden Italiens Millionäre und Millardäre nicht zur Kasse gebeten?
Was haben wir mit Schulden und Zinsen Italiens zu schaffen?

So_What

11.07.2013, 11:03 Uhr

berwanger: sie ausgemachter flachfeifenspieler.
Nun regen Sie sich doch bitte nicht so auf.

Monti wurde von einem Nationalfaschisten namens Berlusconi abgewählt.

Und Beppe Grillo hatte Berlusconi dabei geholfen.

So What.

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