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02.08.2011

16:12 Uhr

Reformprogramm

OECD fordert Griechenland zu Konsequenz auf

OECD-Generalsekretär Angel Gurría nannte Griechenlands Reformen der vergangenen Jahre "beeindruckend". Er mahnte aber eine strikte Umsetzung des griechischen Sparprogramms an, um die angeschlagene Wirtschaft zu retten.

OECD-Generalsekretär Angel Gurría (zweiter von links) im Gespräch mit dem griechischen Finanzminister Evangelos Venizelos (links), dem griechischen Entwicklungsminister Michalis Chrysochoidis, (zweiter von rechts) und dem griechischen Umweltminister George Papakonstantinou (rechts). Quelle: dapd

OECD-Generalsekretär Angel Gurría (zweiter von links) im Gespräch mit dem griechischen Finanzminister Evangelos Venizelos (links), dem griechischen Entwicklungsminister Michalis Chrysochoidis, (zweiter von rechts) und dem griechischen Umweltminister George Papakonstantinou (rechts).

AthenDie Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sieht in der strikten Umsetzung des griechischen Reformprogramms den Schlüssel zu einer Erholung der angeschlagenen Wirtschaft. „Die Reformen der vergangenen Jahre sind beeindruckend“, lobte OECD-Generalsekretär Angel Gurría am Dienstag bei der Vorstellung des Wirtschaftsberichts Griechenland in Athen. Das Sparprogramm werde Erfolg haben. „Wir sind hier, um ein Vertrauensvotum für Griechenland abzugeben“, ergänzte der Mexikaner. 

Die griechische Regierung wird in dem Bericht dazu aufgefordert, ihr Steuersystem durchschaubarer zu gestalten. Gegen Steuerflucht müsse es strenge Regeln geben. Die geplanten Privatisierungen seien ein wichtiger Schritt, um die Schulden zu verringern. 

Der Bericht fordert auch Reformen auf dem Arbeitsmarkt. Falls alle Reformvorhaben griffen, könnte die griechische Staatsverschuldung von 140 Prozent des Bruttoinlandsproduktes im vergangenen Jahr in den kommenden zwei Jahrzehnten im günstigsten Fall auf unter 60 Prozent absinken.

Das griechische Parlament hatte mit einem weiteren Sparprogramm Ende Juni den Weg für neue Finanzhilfen freigemacht. Das Programm sieht für die Jahre 2012 bis 2015 neben Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Höhe von etwa 28 Milliarden Euro auch umfangreiche Privatisierungen im Umfang von rund 50 Milliarden Euro vor.

 

Von

afp

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