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18.09.2014

13:50 Uhr

Regeln zielen gegen Japan

Kommission schränkt Walfang weiter ein

Die Internationale Walfangkommission hat bei einer Tagung die Regeln für den Walfang erneut verschärft. Die neuen Regeln zielen vor allem gegen Japan. Ob sich das Land allerdings an sie halten wird, ist fraglich.

Der kommerzielle Walfang ist zwar seit 1986 international verboten, doch vor allem Japan nutzt ein juristisches Schlupfloch und setzt den Fang unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Forschung fort. dpa

Der kommerzielle Walfang ist zwar seit 1986 international verboten, doch vor allem Japan nutzt ein juristisches Schlupfloch und setzt den Fang unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Forschung fort.

Portoroz.Die Mitgliedstaaten der Internationalen Walfangkommission (IWC) haben am Donnerstag schärfere Regelungen für den Walfang beschlossen, die vor allem gegen Japan zielen. Die mit 35 gegen 20 Stimmen bei fünf Enthaltungen angenommene Resolution schränkt die wissenschaftlichen Walfang-Missionen weiter ein, wie eine AFP-Korrespondentin am Tagungsort im slowenischen Portoroz berichtete.

Neuseeland hatte die Resolution bei der IWC-Jahrestagung eingebracht. Die IWC-Resolutionen sind für die Mitgliedstaaten rechtlich allerdings nicht bindend. Die 65. IWC-Tagung endet nach vier Tagen am Donnerstag.

Zwar ist der kommerzielle Walfang seit 1986 international verboten. Japan nutzt jedoch ein juristisches Schlupfloch und setzt den Fang unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Forschung fort. Tokio verschwieg dabei jedoch nie, dass das Fleisch der getöteten Meeressäuger in Japan verzehrt wird.

Ein vom Internationalen Gerichtshof (IGH) im März verhängtes Walfang-Verbot für die Antarktis will die Regierung in Tokio nun ebenfalls umgehen, indem es noch stärker als bisher auf die wissenschaftliche Ausrichtung der Mission setzt.

Anfang des Monats startete Japan vor der Pazifikküste seine Walfangsaison zu „Forschungszwecken“. Laut Fischereibehörde soll sie bis Ende Oktober vor der Küste der Stadt Kushiro 51 Zwergwale fangen, um deren Mageninhalt zu untersuchen.

Von

afp

Kommentare (1)

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Herr Teito Klein

19.09.2014, 08:03 Uhr

Walfang aus "wissenschaftlichen Gründen"
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Der kommerzielle Walfang ist zwar seit 1986 international verboten, doch vor allem Japan nutzt ein juristisches Schlupfloch und setzt den Fang unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Forschung fort.

Und am Ende landen sie auf dem Teller. Wahlweise als Wal-Steak, Sushi oder Suppe.
Da sollte man Sanktionen einführen.

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