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14.01.2005

21:35 Uhr

Regierung dementiert

CIA: Irak ist neuer Hort für Terroristen

Der Irak ist laut Beratern des US-Geheimdienstes CIA nach dem Krieg zum zentralen Ausbildungsplatz für Terroristen geworden. Die US-Regierung wies dies zurück.

HB BERLIN. Der Irak hat nach Einschätzung von Geheimdienstexperten Afghanistan als Trainingsplatz für die nächste Generation «professioneller» Terroristen abgelöst. Sie fänden im Irak Gelegenheit zum Üben, Rekrutieren neuer Kräfte und zur Verbesserung ihrer Fähigkeiten, heißt es laut US-Medienberichten in einem Bericht des National Intelligence Council, einer CIA-nahen Denkfabrik. Der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, wies den Bericht als rein spekulativ zurück.

Die CIA-Experten befürchten, dass Terroristen, die im Irak überleben, sich im Laufe der Zeit auf andere Länder verteilen und in naher Zukunft die derzeitigen Führer der Terrororganisation Al Qaeda ablösen könnten, heißt es in dem mehr als 100 Seiten umfassenden Bericht. Generell sagen die CIA-Berater voraus, dass El Kaida bis 2020 durch «ähnlich inspirierte, aber diffusere islamische Extremistengruppen» ersetzt werde.

Die US-Regierung hatte in der Vergangenheit den Einmarsch in den Irak damit gerechtfertigt, das Regime von Ex-Präsident Saddam Hussein unterstütze Terroristen. Deshalb komme dem Irak-Krieg eine «Schlüsselbedeutung» im globalen Kampf gegen den Terror habe zu.

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