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20.09.2011

15:54 Uhr

Regierung in Athen

"Rösler darf über Griechenland sagen, was er denkt"

Athen reagiert gelassen auf den deutschen Koalitionsstreit um die Griechenland-Krise. Die Position von Bundeskanzlerin Merkel sei ausschlaggebend, nicht die von Wirtschaftsminister Rösler, sagte der Regierungssprecher.

Deutschland streitet sich über die Finanzkrise in Griechenland - Athen bleibt gelassen. dpa

Deutschland streitet sich über die Finanzkrise in Griechenland - Athen bleibt gelassen.

Die griechische Regierung sieht den Streit innerhalb der Bundesregierung um die Möglichkeit einer Insolvenz Griechenlands gelassen. Regierungssprecher Ilias Mossialos sagte am Dienstag in Athen, es seien drei Parteien mit unterschiedlichen Positionen an der Regierung in Berlin beteiligt. Die griechische Regierung könne sich nicht mit jeder von ihnen einzeln befassen.

"Herr Rösler hat das Recht, alles über die EU und Griechenland zu sagen, was er denkt. Die Positionen der deutschen Regierung werden von Angela Merkel vertreten", sagte Mossialos mit Blick auf die Äußerungen von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP). "Wir erwarten von den führenden deutschen Politikern, dass sie die Linie vorgeben." Rösler hatte in der Euro-Debatte die Möglichkeit einer geordneten Insolvenz ins Gespräch gebracht. Damit hatte er sich heftige Kritik der CDU eingehandelt; sowohl die Kanzlerin als auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mahnten Zurückhaltung in der Debatte an.

Von

afp

Kommentare (7)

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gerhard

20.09.2011, 17:08 Uhr

"Die griechische Regierung sieht den Streit innerhalb der Bundesregierung um die Möglichkeit einer gelassen (Zitat)"

Na -also - die Insolvenz scheint kein Problem für Griechenland zu sein. Letztlich bleiben sie ja weiter im EU-Verband. Schließlich gibt es viele Länder in der EU , die nicht unbedingt die Euro-Währung "brauchen". Damit kann endlich ein "clear-cut" in der Euro Währungsregion vollzogen werden.
und inzwischen der Euro auf eine solide Grundlage gebracht werden.

Griechenland hat doch richtig verstanden, wenn Herr Mossialos hier sagt :
"Herr Rösler hat das Recht, alles über die EU und Griechenland zu sagen, was er denkt (Zitat)".

So - ist doch schon einmal das freie "Denken" für beide Nationen geregelt. Der Rest ist doch nur das schnöde Geld- welches zweitrangig ist- und es auch bleiben sollte.

Kritiker

20.09.2011, 17:47 Uhr

Merkel und Schäuble verteilen Maulkörbe und nehmen für sich alleine den Anspruch heraus, sich zum Thema "Griechenlandrettung äußern zu dürfen". Zwei machthungrige Politiker die eigene Fehler nicht eingestehen und so lange auf der Richtigkeit ihres fatalen Rettungsversuchs beharren bis Deutschland bankrott ist.

Arrogant und hochmütig - das Verhalte der beiden ähnelt schon in starkem Maße dem einer Diktatur oder Monarchie. Die beiden bestimmen alleine über Wohl und Wehe des deutschen Volkes und machen eine Politik gegen das eigene Volk. Ein seniler, alter, kranker Mann, der hilflos agiert, sich immer wieder von Herrn Ackermann und Co. über den Tisch ziehen lässt. Vor dem Bundesverfassungsericht zum Thema Euro-Rettung hilflos auftritt wie ein Schulkind bei der Einschulung.
Ein Mann der andere (Herrn Steinbrück) maßregelt sich ein besseres Benehmen anzueignen und selbst seinen Staatssekräter in aller Öfentlichkeit abkanzelt. Der Mann hat null Ahnung und führt immer das aus, was seine Ratgeber (aus Bankenkreisen) ihm vorschlagen.
Frau Merkel agiert ebenso und holt sich Rat bei Herrn Ackermann und setzt dessen Pläne um. Herrn Ackermann kümmert nicht das deutsche Volk, sondern er vertritt die Interessen seiner Aktionäre und seiner Banksterfreunde.

Und die einfältigen Frau Merkel und Herr Schäuble bemerken das immer noch nicht.
Frau Merkel und Herr Schäuble- treten Sie zurück. Damit tun sie uns Steuerzahlern einen großen Gefallen.

Adolf

20.09.2011, 18:41 Uhr

"Rösler darf über Griechenland sagen, was er denkt"
finde ich auch, vor allem jetzt wo jeder weiß was er taugt!
So bei mir, ich darf auch sagen wa ich will, keiner achtet darauf was ich sage. Das macht mich so wütend!

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