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17.04.2006

18:35 Uhr

HB ROM. Vor dem Palazzo Chigi, dem Sitz der italienischen Regierung in der Altstadt Roms, steht schon der Möbelwagen. Die Fensterläden sind halb runtergelassen, im ersten Stock versteckt sich ein kleiner Mann, er schaut verlegen und ängstlich drein. Es ist Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi - soweit die Karikatur der Mailänder Zeitung „Corriere della Sera“.

Doch den meisten Italienern ist der Humor vergangen. Eine Woche nach den Parlamentswahlen gibt es noch immer kein echtes Ergebnis. „Damit machen wir keine bella figura“, schimpft ein Römer in der Cafébar. „Was soll man im Ausland von uns denken?“

Eine Umfrage ergab, dass 97 Prozent der Bevölkerung kein Verständnis für die Taktik des amtierenden Regierungschefs Berlusconi haben. Die geforderte Überprüfung immer weiterer Stimmzettel - das sei doch alles nur ein „Versuch, dem Sieg von Romano Prodi die Rechtmäßigkeit zu nehmen“.

Doch hinter den Kulissen haben die Politiker längst damit begonnen, über den „Tag X“, der offiziellen Anerkennung von Prodis Wahlsieg, nachzudenken. Lediglich zwei Stimmen Mehrheit für das Mitte-Links-Bündnis im Senat - selbst Anhänger der Linken schwant da nichts Gutes.

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