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27.05.2014

16:57 Uhr

Regierungschef vs. Notenbanker

Erdogan fordert Zentralbank zur Zinssenkung auf

Die letzte Zinssenkung sei zu gering gewesen, klagt der Ministerpräsident, sie verhöhne die Nation. Damit geht Recep Tayyip Erdogan weiter auf Konfrontationskurs zur türkischen Notenbank. Das macht Beobachtern Sorgen.

Macht er nun auch nicht mehr vor der Unabhängigkeit der Währungshüter halt? So mancher Experte beobachtet die Aktivitäten von Recep Tayyip Erdogan mit Sorge. ap

Macht er nun auch nicht mehr vor der Unabhängigkeit der Währungshüter halt? So mancher Experte beobachtet die Aktivitäten von Recep Tayyip Erdogan mit Sorge.

AnkaraDer türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan verstärkt den Druck auf die Notenbank, die Zinsen weiter zu senken. Die geldpolitische Lockerung von voriger Woche komme einer "Verhöhnung der Nation" gleich, sagte Erdogan am Dienstag auf einem Fraktionstreffen der Regierungspartei AKP. Bereits zu Anfang der Woche hatte er den jüngsten Schritt der Zentralbank als nicht ausreichend kritisiert und sie als "Witz" bezeichnet. Erdogans wiederholte Äußerungen zur Geldpolitik schüren Sorgen um politische Einflussnahme auf die Währungshüter.

Die formal unabhängige Notenbank hatte vorige Woche erstmals seit einem Jahr überraschend ihren Leitzins gesenkt. Trotz der anhaltend hohen Inflation kappten die Zentralbanker den Zins von 10,0 auf 9,5 Prozent und begründeten dies mit "abnehmender Unsicherheit".

Von

rtr

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