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01.09.2011

01:46 Uhr

Regierungskrise

Panama ist ohne Außenminister

Panamas Präsident Ricardo Martinelli räumt auf. Der Außenminister muss gehen. Auch der Vizepräsident darf seinen Hut nehmen. Das wiederrum löste eine Kaskade an Rücktritten aus. Panamas Regierung kriselt.

Panamas Präsident Ricardo Martinelli (links) und sein entlassener Außenminister Juan Carlos Varela (rechts). AFP

Panamas Präsident Ricardo Martinelli (links) und sein entlassener Außenminister Juan Carlos Varela (rechts).

Panama-StadtPanamas Präsident Ricardo Martinelli hat seinen Außenminister Juan Carlos Varela entlassen und damit eine Regierungskrise ausgelöst. Wie die Medien des mittelamerikanischen Landes weiter berichteten, forderte Martinelli außerdem, dass Varela auch als Vizepräsident zurücktrete. Daraufhin erklärte Varela, der auch Vorsitzender der Panamenistischen Partei ist, die Koalition mit Martinellis Partei des Demokratischen Wandels für beendet.

Aus Solidarität mit Varela traten auch die Minister für Finanzen und Wohnungsbau zurück. Martinelli warf Varela vor, zu viele Ämter auf sich vereinigt und deshalb seine Aufgaben als Außenminister vernachlässigt zu haben.

Hintergrund des Zerwürfnisses ist nach Meinung von Analysten jedoch ein sich bereits abzeichnender Konkurrenzkampf zwischen Varela und Martinelli bei den Präsidentschaftswahlen 2014. Martinelli wolle seine Position unter anderem mit Verfassungsänderungen wie einem bisher nicht vorgesehenen zweiten Wahlgang stärken. Dem habe sich Varela widersetzt, hieß es in den Berichten.

Von

dpa

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