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13.03.2013

08:08 Uhr

Regierungswechsel

Sozialdemokraten siegen bei Wahl in Grönland

Auf der Polarinsel Grönland steht ein Regierungswechsel an: Die sozialdemokratische Partei Siumut liegt am Mittwoch uneinholbar vorne. Ihre Spitzenkandidaten hat vor allem Forderungen an ausländische Investoren.

Dieser Wahlkampf war alles andere als hitzig – Stand der Partei Siumut. AP/dpa

Dieser Wahlkampf war alles andere als hitzig – Stand der Partei Siumut.

Kopenhagen/NuukAus der Parlamentswahl in Grönland ist die bisherige Opposition als Sieger hervorgegangen. Der sozialistische Regierungschef Kuupik Kleist gestand seine Niederlage am Mittwoch nach der Auszählung von drei Viertel der Stimmen ein. Im Mittelpunkt des Wahlkampfes stand der künftige Umgang mit den Bodenschätzen. Kleist wollte an einem Verbot der Förderung von radioaktiven Erzen festhalten, seine Herausforderin Aleqa Hammond von der Siumut-Partei will es lockern. Außerdem will die sozialdemokratische Spitzenkandidatin von chinesischen und anderen ausländischen Investoren höhere Abgaben für die Staatskasse verlangen als der bisherige Regierungschef Kleist.

Bei der Wahl in dem halbautonomen Gebiet, das zu Dänemark gehört, ging es um 31 Sitze. Hammond wäre die erste Frau an der Spitze einer grönländischen Regierung.

Viele Grönländer sind für eine stärkere Ausbeutung der Bodenschätze. Sie erhoffen sich davon eine größere wirtschaftliche Unabhängigkeit von Dänemark. Der Aufbau einer Bergbauindustrie würde aber auch bedeuten, dass Tausende ausländische Arbeiter in ein Land kämen, das bislang nur 57.000 Einwohner zählt.

Von

dpa

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