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04.02.2015

16:55 Uhr

Region in Südfrankreich

Höchste Terrorwarnstufe ausgerufen

Moussa Coulibaly hat zwei Soldaten in Frankreich verletzt. Die Regierung befürchtet, dass der Angreifer Komplizen gehabt haben könnte. Nun herrscht auch in einer Region in Südfrankreich die höchste Terrorwarnstufe.

Die Regierung hat die höchste Terrorwarnstufe auf das Département Alpes-Maritimes ausgeweitet. AFP

Patrouillen in Nizza

Die Regierung hat die höchste Terrorwarnstufe auf das Département Alpes-Maritimes ausgeweitet.

NizzaNach der Messerattacke auf drei Soldaten in Südfrankreich hat die Regierung die höchste Terrorwarnstufe auf das Département Alpes-Maritimes ausgeweitet. Premierminister Manuel Valls begründete dies am Mittwoch im Parlament in Paris unter anderem damit, dass der 30-jährige Angreifer Moussa Coulibaly „vielleicht“ Komplizen gehabt haben könnte. Coulibaly hatte zwei Soldaten vor einem jüdischen Zentrum im südfranzösischen Nizza leicht verletzt.

Coulibaly, der nach der Attacke festgenommen wurde, sowie Angehörige seiner Familie wurden am Mittwoch im Polizeigewahrsam verhört. Dabei ging es auch um die Frage der islamischen Radikalisierung des aus dem Großraum Paris stammenden jungen Mannes. Der 30-Jährige sei bereits im Dezember auffällig geworden, weil er im Großraum Paris „aggressiven Bekehrungseifer“ an den Tag gelegt habe, hieß es aus Polizeikreisen.

Coulibaly, der kürzlich beim Versuch der Einreise in die Türkei zurückgewiesen worden war, wurde bei seiner Rückkehr nach Frankreich vom Inlandsgeheimdienst verhört. Laut Valls gab es dabei aber keine Hinweise auf eine bevorstehende „Umsetzung der Tat“. Es sei auch geprüft worden, warum er sich in Nizza aufhielt, obwohl er dorthin keine Verbindungen hatte.

Im Zentrum von Nizza hatte Coulibaly am Dienstag mit einem Messer die Soldaten attackiert, die dort ein jüdisches Zentrum im Rahmen des französischen Anti-Terror-Plans Vigipirate schützten. Die Ermittler versuchen unter anderem herauszufinden, ob Coulibaly bei seinem Angriff wusste, dass die Soldaten die jüdischen Einrichtungen bewachten. Das jüdische Zentrum liegt zurückgesetzt in einem Hof und ist von der Straße aus nicht als solches erkennbar. „Dieser Mordversuch zielte auf die Soldaten, weil sie Militärs sind“, hatte Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian am Dienstagabend in Nizza gesagt.

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