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10.07.2014

17:44 Uhr

Region um Donezk

Ukrainische Truppen beginnen „Total-Angriff“

Verlustreiche Gefechte mit vielen Toten dämpfen in der Ukraine weiter jede Hoffnung auf Frieden. Die Aufständischen halten sich weiter in Donezk und Lugansk verschanzt. Die Armee zieht ihren Belagerungskreis immer enger.

Prorussische Truppen in Donezk  lasen ihren Panzer transportieren. dpa

Prorussische Truppen in Donezk lasen ihren Panzer transportieren.

Karliwka/DonezkDie Kämpfe in der Ostukraine werden heftiger und verlustreicher: Ukrainische Truppen haben nach Regierungsangaben eine Großoffensive gegen Rebellen-Stellungen im Osten des Landes gestartet. Bei den Städten Donezk und Lugansk habe ein „Total-Angriff“ an „mehreren Frontabschnitten“ gegen prorussische Separatisten begonnen, teilte das Innenministerium in Kiew am Donnerstag mit. AFP-Reporter berichteten von schwerem Artilleriefeuer.

Bei neuen schweren Gefechten zwischen der Armee und prorussischen Separatisten sind am Donnerstag Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Die Aufständischen sprachen von etwa 50 toten Soldaten bei blutigen Kämpfen um den Flughafen der Großstadt Lugansk. Das Militär räumte Verluste ein. Allerdings seien bei einem Feuergefecht nahe der Millionenmetropole Donezk auch mindestens 25 „Terroristen vernichtet“ worden, sagte Bataillonskommandeur Semjon Sementschenko am Donnerstag in dem Konfliktgebiet.

Nato-Präsenz im Osten des Bündnisgebietes

Flotten-Verlegung

Verlegung eines Flottenverbandes zur Minenbekämpfung unter Führung des deutschen Tenders „Elbe“ in die östliche Ostsee nach Riga.

Manöver in Estland

Manöver mit 6000 Soldaten aus westlichen Nato-Staaten in Estland. Szenario: Luft- und Bodenangriffe gegen Estland.

Unterwasser-Manöver

Manöver mit einem Unterwasserfahrzeug zur Rettung eines U-Bootes vor der polnischen Ostseeküste.

Truppenübungen

Kanadische, US-amerikanische und polnische Truppen üben fünf Tage lang Luftlandeeinsätze mit Infanterieunterstützung in Polen. Fallschirmjäger aus den USA und Polen springen in Polen und Lettland aus großen Transportmaschinen ab, Abwurf von schwerer Ladung wird geübt.

Luftüberwachung

Polen übernimmt Leitung der Luftüberwachung in den drei baltischen Staaten. Großbritannien, Dänemark und Frankreich verstärken den Einsatz, Deutschland wird ebenfalls Jagdflugzeuge entsenden. Nato überwacht den Luftraum über Polen und Rumänien mit AWACS-Flugzeugen.

Die Verwaltung von Donezk sprach von schweren Kämpfen rund um den stillgelegten internationalen Flughafen. Die Bewohner naher Siedlungen sollten keinesfalls die Häuser verlassen, sagte ein Sprecher. Der selbst ernannte Regierungschef der nicht anerkannten „Volksrepublik Donezk“, Alexander Borodaj, bestätigte die Gefechte.

Falls sich die Armee nicht zurückziehe, müssten etwa 100 000 Bürger aus Sicherheitsgründen die Stadt verlassen, behauptete er. Ein Militärkonvoi aus Panzern und Mannschaftswagen hatte bereits am Vortag rund 20 Kilometer südlich von Donezk Position bezogen.

Kommentare (1)

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Herr Eric Boule

10.07.2014, 19:31 Uhr

Ideeen+Gefuehle kan man nicht ausbomben+erschiessen das wird die Ukraine zu ihrem Schaden herausfinden.Schade dass die CIA in diesem Land das Sagen hat,damit werden EU-Vermittlungen effektiv verhindert.
EU verhandelte m Ukraine Handelsvertrag m nur Moeglichkeiten zum Abbruch bestehender Vertraege m Russland,also hat Janukowitch nicht unterzeichnet.USA+ultrarechte Elemente in EU+Ukraine haben Maydanrevolution kreiert die zu einer neuen Regierung ohne Wahlen resultierte.Eine Regierung worin ultrarechte Elemente ueberrepresentiert waren+welche sofort antirussische Massnahmen getroffen hat wie Sprache+Vertretung nach Kiev.Seit der Revolution im Osten beraet die CIA Ukraine und is nur interessiert an Schaden fuer Russenbelange.Schuldige EU-Politiker haetten besser wissen muessen.Wenn Putin etnische Russen+Russenbelange a/d Grenze nicht unterstuetzt,faellt sein Regime ganz schnell,was im USABelang ist aber nicht fuer die EU

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