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20.05.2014

19:09 Uhr

Regionalkonflikt spitzt sich zu

Südkorea befeuert Nordkoreanische Boote

Die Gangart wird härter, nun reagiert Südkorea auch auf gängige Manöver Nordkoreas aggressiv: Seoul ließ Militärboote im umstrittenen Gelben Meer beschießen. Warnsalven, die potenziell mehr als kurzzeitige Wirkung haben.

Sie will offenbar Härte zeigen: Die südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye. dpa

Sie will offenbar Härte zeigen: Die südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye.

SeoulSüdkoreas Streitkräfte haben nach eigenen Angaben mit Warnschüssen drei Militärboote aus Nordkorea aus südkoreanischen Gewässern vertrieben. Der Zwischenfall ereignete sich demnach am Dienstag an der umstrittenen Seegrenze im Gelben Meer. Die zwei Patrouillenboote und ein anderes Schiff hätten hintereinander die Grenzlinie überfahren, teilte Südkoreas Generalstab mit. Die Boote seien nach etwa einer Stunde wieder abgedreht, nachdem ein südkoreanisches Marineschiff zehn Warnsalven abgefeuert habe.

Der Grund für die Grenzverletzung blieb unklar. Nicht selten überqueren Patrouillenboote des Nordens auch bei der Kontrolle von nordkoreanischen oder chinesischen Fischkuttern die Seegrenze. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern haben in jüngster Zeit wieder zugenommen. Ende März hatte Nordkorea nach der Verurteilung seiner Tests von zwei Mittelstreckenraketen durch den Weltsicherheitsrat mit einem neuen Atomtest gedroht.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

21.05.2014, 13:37 Uhr

Leider wird nie erklärt, warum die Seegrenze dort "unstritten" ist. Sie ist schlicht falsch gezogen, entgegen allen internationalen Regelen parallel zum Küstenverlauf (!!!) statt lotrecht. Da hat ein US-Unteroffiozier im Auftrag der UNO nach dem Krieg einfach das Lineal auf der Landkarte weitergezogen ohne nachzudenken. Die USA wollen den Fehler natürlich nicht korrigieren, weil sie so die nordkoreanische West-Küste quasi im Würgegriff haben und alle Aktivitäten mit dem bloßen Auge beobachten können. Von einer "Grenzverletzung" sollte man hier jedoch nur in Anführungszeichen schreiben (mit Hinweis "aus Sicht der US Army")

Account gelöscht!

21.05.2014, 13:44 Uhr

Leider wird nie erklärt, warum die Seegrenze im koreanischen Westmeer "umstritten" ist. Sie ist schlicht falsch gezogen, entgegen allen internationalen Regeln parallel zur nordkoreanischen Küste (!!!), statt lotrecht. Da hat ein US-Unteroffizier nach dem Krieg im Auftrag der UNO einfach mit dem Lineal die Landkarte durchgezogen. Ohne nachzudenken, oder war es etwa doch Absicht...? Die USA haben natürlich keine Lust, diesen "eindeutigen Fehler" (Zitat Henry Kissinger) zu korrigieren, da sie so die gegnerische Küste quasi im Würgegriff haben und jede Aktivität des Nordnes mit dem bloßen Auge beobachten können. Den südkoreanischen Fischern ist es auch recht, dass sie schamlos die nordkoreanischen Bestände an Meeresfrüchte abfischen dürfen. Aber von einer "Grenzverletzung des Nordens" würde ich allenfalls in Anführungszeichen und mit Hinweis "Sichtweise US Army" sprechen.

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