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01.06.2015

09:54 Uhr

Regionalwahlen in Italien

Renzis Glanz – er strahlt nicht überall

VonKatharina Kort

Die Regionalwahlen in Italien sind ein wichtiger Stimmungstest für Matteo Renzi. Erste Prognosen sagen ihm einige klare Siege voraus. Doch für seine Partei PD gibt es auch Rückschläge – zu Gunsten der Euro-Skeptiker.

Matteo Renzi bei der Stimmabgabe in einem Wahllokal in Pontassieve in der Nähe von Florenz. ap

Matteo Renzi

Matteo Renzi bei der Stimmabgabe in einem Wahllokal in Pontassieve in der Nähe von Florenz.

RomDas Ergebnis lautet 5:2. Matteo Renzis Demokratische Partei PD hat in fünf von sieben Regionen Italiens die Wahl gewonnen. Die Regionalwahlen waren auch ein Test für den Ministerpräsidenten Renzi. Dennoch war das Ergebnis nicht so eindeutig wie gehofft.  Selbst in linken Trutzburgen wie Umbrien hat die PD an Stimmen verloren. Ein Grund: Dort traten altgediente Politiker an statt neue Kandidaten der Renzi-Generation.

Mehr als 20 Millionen Italiener waren zu den Abstimmungen aufgerufen, bei denen die Beteiligung im Vergleich zu den letzten Wahlen sank. Die Wahllokale hatten um 23 Uhr geschlossen, nur in Sizilien wird zwei Tage lang abgestimmt. Endgültige Ergebnisse für die Regionalwahlen werden erst an diesem Montag erwartet. Die Wahlbeteiligung lag bei den Regionalwahlen laut Innenministerium bei etwa 54 Prozent und damit zehn Prozentpunkte schlechter als bei den vergangenen Abstimmungen. Bei den Kommunalwahlen, für die es am Sonntagabend noch keine Prognosen gab, sank sie von 73 auf etwa 64 Prozent.

Renzi hatte sich vor den Wahlen optimistisch gezeigt, aber auch erklärt, die Wahlen seien für seine seit 15 Monaten bestehende Regierung nicht entscheidend und hätten nur „regionale Bedeutung“. Der Ministerpräsident hatte auf Wahlsiege in fünf oder sechs der sieben Regionen gehofft.

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Zu den Gewinnern der Regionalwahlen zählen auch die beiden Protestparteien Lega Nord und die Fünf-Sterne-Bewegung von Beppe Grillo. Beides sind erklärte Euro-Skeptiker. Verlierer der Wahl ist dagegen Forza Italia, die nicht über 20 Prozent kam. Im Veneto lag das Ergebnis der Partei von Silvio Berlusconi bei weniger als sechs Prozent. In der Toskana kam die einstige Regierungspartei nicht einmal auf sechs Prozent.

Nur in Ligurien, eigentlich einer roten Hochburg, hat Berlusconis Kandidat Giovanni Toti gewonnen. Dort hatten zuvor Skandale der Linkspartei zugesetzt, die das gesamte Beziehungsgeflecht zwischen Politik und auch Finanzwelt zutage gebracht haben. Aber auch Toti kommt lediglich auf 34,5 Prozent der Stimmen, während Beppe Grillos 5-Sterne-Kandidaten sich ein Viertel der Stimmen sichern konnten.

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