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09.01.2005

14:36 Uhr

Reise in die Katastrophenregion in Indonesien fortgesetzt

Fischer erschüttert über Flut-Verwüstung

Er habe "schreckliches Leid" gesehen, hat Außenminister Fischer am zweiten Tag seiner Reise durch die südasischen Flutgebiete gesagt. Im thailändischen Khao Lak lobte er die Solidarität der Überlebenden und sicherte erneut Hilfe zu.

HB BERLIN. Bundesaußenminister Joschka Fischer hat sich wegen des Anblicks der Verwüstung im südthailändischen Katastrophengebiet bestürzt gezeigt. Das Ausmaß der Zerstörung sei erschütternd, sagte er am zweiten Tag seiner Reise durch die Region, die von den Folgen der Flutwelle vom zweiten Weihnachtstag betroffen ist.

«Ich habe schreckliches Leid gesehen», sagte Fischer bei seinem Besuch in der besonders schwer getroffenen Gegend um die Stadt Khao Lak. Die Überlebenden hätten jedoch vor allem «auch beeindruckende Solidarität» untereinander gezeigt, so der Minister.

Fischer erneuerte das Angebot der Bundesregierung, beim Wiederaufbau der zerstörten Küsten zu helfen. Die Zusammenarbeit mit den Behörden und mit der Bevölkerung Thailands funktioniere gut, lobte er.

Den Angehörigen der deutschen Flutopfer sicherte Fischer jede mögliche Unterstützung zu. «Wir werden alles tun, was in unserer Kraft steht, um Klarheit über das Schicksal der Vermissten zu schaffen.» Nach jüngsten Angaben sind weiter mehr als 700 Deutsche in der Katastrophenregion vermisst.

Fischer war am Sonntagmorgen auf der Urlauberinsel Phuket gelandet und danach mit einem Hubschrauber in die nördlich davon gelegene Gegend um Khao Lak geflogen. Dort dankte er den Identifizierungsexperten des Bundeskriminalamts für ihre Arbeit.

Der Minister besuchte zudem eine provisorische Leichenhalle in einem buddhistischen Kloster und gedachte gemeinsam mit Angehörigen bei einem ökumenischen Gottesdienst auf Phuket der Toten.

Fischer reiste anschließend weiter nach Indonesien.

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