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15.01.2015

16:33 Uhr

Reise- und Handelsbeschränkungen

US-Regierung lockert formell Embargo gegen Kuba

Obama setzt seine Ankündigung in die Tat um. Reisen nach Kuba werden für US-Bürger ab sofort leichter. Auch dem Handel mit dem sozialistischen Nachbarn im Süden sind weniger Grenzen gesetzt.

Dem Handel zwischen Kuba und den USA sind weniger Grenzen gesetzt. ap

Dem Handel zwischen Kuba und den USA sind weniger Grenzen gesetzt.

WashingtonDie US-Regierung lockert einen Monat nach ihrem Kurswechsel in der Kuba-Politik die gegen das sozialistische Land verhängten Reise- und Handelsbeschränkungen. Die Neuregelungen träten bereits an diesem Freitag in Kraft, teilte das Finanzministerium am Donnerstag in Washington mit.

Obama hatte die Entschärfung des 1960 verhängten Embargos Mitte Dezember verfügt. Ganz aufheben kann er es ohne Zustimmung des Kongresses aber nicht. Der Präsident kann als Chef der Exekutive lediglich die Umsetzung des Gesetzes teilweise selbst bestimmen. Dabei geht er nun rechtlich so weit, wie er kann.

So müssen etwa amerikanische Staatsbürger, die einen von zwölf Gründen für einen Besuch in Kuba anführen können, künftig keine gesonderte Erlaubnis mehr beantragen. Ihre Reisekosten sind dabei nicht mehr gesetzlich gedeckelt. Auch dürfen sie nun amerikanische Scheck- und Kreditkarten in Kuba benutzen. Auch US-Reisebüros und Fluggesellschaften brauchen keine gesonderte Genehmigung mehr.

In die USA einführen kann man als Reisender aus dem Nachbarstaat im Süden künftig Waren im Wert von 400 Dollar (341 Euro). Erlaubt ist dann auch der Export von Technologien zur Kommunikation nach Kuba. Die elf Millionen Einwohner des sozialistischen Landes können dadurch vor allem auf besseren Zugang zum Internet hoffen. Baumaterial zur Modernisierung alter Gebäude darf nun ebenfalls exportiert werden.

Daten und Fakten über die USA

Fläche

Mit einer Fläche von 9.809.155 Quadratkilometern sind die Vereinigten Staaten laut Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) der drittgrößte Staat der Erde.

Bevölkerung

Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) betrug die Gesamtbevölkerung der USA im Jahr 2013 rund 317 Millionen Einwohner.

Hauptstadt

Die Hauptstadt der USA ist Washington D.C. Die Stadt selbst hat etwa 646.000 Einwohner, im Großraum haben sich etwa 5,7 Millionen Menschen niedergelassen. (Stand: 2014)

Staatsform

Die Staatsform der USA ist eine föderale und präsidentielle Republik.

Präsident

Barack H. Obama ist der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er befindet sich in seiner zweiten Amtszeit.

BIP

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA beläuft sich nach Angaben des Auswärtigen Amts auf etwa 16,72 Billionen US-Dollar. (Stand: 2013)

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote in den Vereinigten Staaten lag im Juli 2014 bei 6,2 Prozent. Vor der Wirtschaftskrise lag die Quote im Jahr 2007 noch bei 4,6 Prozent, 2010 stieg sie zwischenzeitlich auf 9,6 Prozent an.

Außenhandel

Die USA sind nach Angaben des Auswärtigen Amts weltgrößter Absatzmarkt für Importgüter und standen als Exporteur 2013 (nur Waren) hinter China an zweiter Stelle.

Schon zuvor gab es Ausnahmen. 2013 ließ das Handelsministerium in Washington etwa Agrarexporte im Wert von drei Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro) und Exporte medizinischer Produkte im Wert von fast 300 Millionen Dollar (243 Millionen Euro) zu. Künftig sind US-Bürgern auch kleinere Investitionen in dem Land erlaubt.

Mitte Dezember hatten Obama und sein kubanischer Amtskollege Raúl Castro angekündigt, die diplomatischen Beziehung offiziell wieder aufzunehmen. Sie leiteten damit eine historische Wende im Verhältnis beider Länder ein. In der kommenden Woche sind Verhandlungen beide Seiten über den Fortgang der politischen Annäherung geplant.

Von

dpa

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