Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.11.2015

06:39 Uhr

Reisewarnung

USA warnen vor weltweiter Terrorgefahr

Nach den Anschlägen in Paris haben die USA eine weltweite Reisewarnung für ihre Bürger ausgesprochen. Auch im Inland sei besondere Aufmerksamkeit geboten. In New York können Bewohner per App einen Terrorverdacht melden.

USA sind auf der Hut

Gestiegene Terrorgefahr: US-Außenministerium gibt weltweite Reisewarnung heraus

USA sind auf der Hut: Gestiegene Terrorgefahr: US-Außenministerium gibt weltweite Reisewarnung heraus

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

WashingtonDie US-Regierung hat ihre eigenen Bürger vor einer gestiegenen Terrorgefahr weltweit gewarnt. Es gebe Hinweise, dass Extremistengruppen wie der IS, Al-Kaida oder Boko Haram weiter Anschläge in verschiedenen Regionen planten, erklärte das Außenministerium am Montagabend in Washington. Nach den Anschlägen in Paris haben vor allem die Behörden in Europa ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. So gilt in Belgien die höchste Terrorwarnstufe.

Das Ressort von John Kerry riet Amerikanern nicht von Reisen generell ab. In der Öffentlichkeit und besonders in Verkehrsmitteln sei aber Wachsamkeit geboten. Größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. Konkret wurde auf Anschläge in Frankreich, Nigeria, Dänemark, der Türkei und Mali verwiesen. Zudem seien IS-Kämpfer gefährlich, die aus Syrien oder dem Irak in ihre Heimatländer zurückreisten.

Die Anti-Terror-Strategie der G20

Prävention

Prävention und Abwehr von Terroranschlägen in „verstärkter internationaler Solidarität und Kooperation“.

Zusammenarbeit

Mehr Zusammenarbeit und Informationsaustausch beim Einfrieren der Vermögenswerte von Terroristen.

Bewegungsfreiheit von Terroristen einschränken

Sie werden als Gefahr für die Ursprungs-, Transit- und Zielländer eingestuft. Deshalb Informationsaustausch über die Bewegungen von Terroristen, besserer Grenzschutz, strafrechtliche Verfolgung illegaler Reisen.

Kampf gegen Propaganda

Verbesserte Sicherheit im globalen Luftverkehr, Abwehr der Radikalisierung und Rekrutierung durch Terroristen, Kampf gegen terroristische Propaganda im Internet, Gegenpropaganda

Die Rolle der Vereinten Nationen

Unterstützung der Zivilgesellschaft bei der Abwehr von gewalttätigem Extremismus. Vereinte Nationen sollen zentrale Rolle spielen. Die Staaten sagen zu, im Kampf gegen den Terror internationales Recht und die Uno-Konventionen für Menschen- und Flüchtlingsrechte einzuhalten.

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 hat die Regierung immer wieder derartige Warnungen veröffentlicht. Aus dem Außenministerium verlautete, mit der jetzigen Mitteilung würden frühere Warnungen aktualisiert.

Nach den Anschlägen von Paris, zu denen sich der IS bekannt hat, wird in Europa noch immer nach einem mutmaßlichen Haupttäter gefahndet. Der 26-jährige Salah Abdeslam kehrte wenige Stunden nach den Taten in seine Heimatstadt Brüssel zurück. Dort bleibt die höchste Terrorwarnstufe für die gesamte Woche bestehen. Ab Mittwoch sollen jedoch die Schulen wieder öffnen und die U-Bahn ihren Betrieb wieder aufnehmen. In Paris prüfen Ermittler nun, ob ein mutmaßlicher Sprengstoffgürtel, der südlich der Hauptstadt gefunden wurde, in Zusammenhang mit ihm steht. Der Gürtel wurde in einem Mülleimer in der Stadt Montrouge entdeckt. Aus Polizeikreisen verlautete, möglicherweise habe Abdeslam ein technisches Problem gehabt.

Der französische Präsident Francois Hollande wirbt unterdessen weiter für eine internationale Koalition gegen den IS und trifft am Dienstag seinen US-Kollegen Barack Obama. Am Morgen (Ortszeit) ist eine gemeinsame Pressekonferenz geplant. Für diese Woche ist auch ein Besuch Hollandes beim russischen Staatschef Wladimir Putin vorgesehen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×